Beim Training
Riesiger Hai erschreckt Sportler auf Mallorca
01.04.2026Ein rund drei Meter langer Hai hat am Freitag in der Bucht von Palma für Aufsehen gesorgt. Während des Trainings für die Regatta Princesa Sofía kam es zu einer überraschenden Begegnung im Wasser.
Freitag war der italienische Windsurf-Trainer Jacopo Renna gerade dabei, das griechische Windsurf-Team zu trainieren, als er den ungebetenen Gast entdeckte. Das Tier bewegte sich sehr langsam und zeigte keinerlei Scheu vor dem Boot der Sportler. Renna hielt die faszinierende Begegnung auf Video fest und stellte die Aufnahmen der "Mallorca Zeitung" zur Verfügung.
Begegnung auf dem Wasser
Auf dem Videomaterial ist erkennbar, dass sich ein Windsurfer nur etwa 20 Meter vom Hai entfernt befand. Der Sportler schien zunächst keine Ahnung von der Anwesenheit des Tieres unter der Wasseroberfläche zu haben. Laut Einschätzung des Trainers Renna bestand jedoch keine unmittelbare Gefahr für die Beteiligten. Die Trainingsgruppe entfernte sich kurz nach der Sichtung von der Stelle. In Österreich verfolgen Wassersport-Fans solche Meldungen aus dem Mittelmeer traditionell mit großem Interesse, da die Balearen zu den Top-Zielen gehören.
Art des Hais unklar
Die Experten der Stiftung des Palma Aquariums bestätigten bereits offiziell, dass es sich zweifelsfrei um einen Hai handelt. Eine exakte Bestimmung der Art ist aufgrund der vorliegenden Informationen bisher noch nicht möglich. Das Tier durchquerte die Bucht von Palma ruhig, während die Experten nun versuchen, mehr Details über den Meeresbewohner herauszufinden.
Einschätzung von Experten
Der bekannte Hai-Experte Juan Poyatos, der das Fachbuch "Tiburones en el mar balear" verfasst hat, äußerte bereits einen konkreten Verdacht. Er vermutet, dass es sich entweder um einen jungen Weißen Hai oder um einen Mako-Hai handeln könnte. Beide Arten gehören zur selben Familie und erreichen entsprechende Größen. Laut Poyatos kommen aufgrund der geschätzten Länge von drei Metern nur diese beiden Arten infrage, wobei eine letzte Gewissheit noch aussteht. Die Sichtung wird von Fachleuten grundsätzlich als positives Zeichen für das maritime Ökosystem gewertet.