Feuer auf Teheran

Schwere Bombenangriffe auf iranische Verteidigungsanlagen

01.04.2026

Am Mittwochfrüh ist die iranische Hauptstadt Teheran wieder von schweren Bombardierungen erschüttert worden. 

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© AFP
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Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, auf denen dichte Rauchwolken zu sehen waren, die über den Dächern der Millionenmetropole aufstiegen. Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, wo ein Komplex der Verteidigungsindustrie angesiedelt ist. Auch in anderen Stadtteilen Teherans, wo rund 15 Millionen Menschen leben, gab es Bombardierungen.

Im Stadtzentrum nahe dem Haft-e-Tir-Platz etwa meldeten Bewohner kurz vor 6.00 Uhr Teheraner Zeit eine neue Angriffswelle. "Ich bin wie eine erschrockene Katze hochgesprungen. Ich schreibe dir, weil es mir ein Gefühl gibt, am Leben zu sein", zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid eine Nachricht, die er aus Teheran erhielt.

Wieder Angriffe der Houthi-Miliz auf Israel

Die proiranische Houthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hieß es am Mittwochfrüh. Luftverteidigungssysteme seien aktiv. Ein Sprecher der Miliz sagte im Houthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Houthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.

Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Houthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte "volle und unerschütterliche Solidarität" mit Teheran an.

Katar: Öltanker von Rakete getroffen

Ein Öltanker wurde in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit. Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, hieß es in der Mitteilung weiter. Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Maßnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet. Über das Ausmaß der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt.