Eltern verurteilt

Sohn in Koffer erstickt

18.10.2006

Eine Strafe mit tödlichen Folgen, der Zehnjährigen wurde zwei Stunden lang im Koffer eingesperrt und erstickte dabei.

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Weil sie ihren Sohn in einem Koffer ersticken ließen, muss ein Elternpaar in Hongkong ins Gefängnis. Ein Gericht verurteilte die Eltern am Mittwoch wegen Totschlags zu Haftstrafen von 18 und 24 Monaten. Sie hatten den Zehnjährigen zur Strafe zwei Stunden lang in einen Koffer gesperrt. Der Bub starb später an den Folgen des Sauerstoffmangels.

Zu spät nach Hause gekommen
Die 34-jährige japanische Mutter und der 49-jährige chinesische Vater erklärten sich schuldig. Sie hatten ihren ältesten Sohn in einen kleinen Koffer gesperrt, weil er zu spät von der Schule nach Hause gekommen war. Medienberichten zufolge ignorierte die Mutter die Schreie des Sohnes und verrichtete weiter ihre Hausarbeit. Erst nachdem er verstummt war, öffnete sie den Koffer und fand ihn bewusstlos vor. Er starb zwei Tage später im Krankenhaus.

Der Richter nannte das Verbrechen in einer schriftlichen Stellungnahme erschreckend. Beabsichtigt sei der Tod des Buben aber nicht gewesen. Die beiden Verurteilten seien "im Allgemeinen weder grausame noch schlechte Eltern". Das Paar hat noch einen sechsjährigen Sohn.

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