Gruselig
Wie bei "Stranger Things" – Schockierende Kinder-Experimente aufgetaucht
18.02.2026Schockierende Parallelen zur Serie „Stranger Things“: In Kanada wurden indigene Kinder in den 1940ern für parapsychologische Tests missbraucht. Auch die CIA forschte an außersinnlicher Spionage.
Was wie das Drehbuch einer Mystery-Serie klingt, war in der Brandon Indian Residential School in Manitoba bittere Realität. In den 1940er-Jahren wurden dort Schüler im Alter von zwei bis 20 Jahren für Experimente zur außersinnlichen Wahrnehmung (ESP) herangezogen. Ein Bericht zeigt nun auf, wie tief diese Menschenversuche in die Geschichte Kanadas eingebettet sind. Der indigene Historiker Maeengan Linklater stieß in einem Buch auf Hinweise zu diesen Tests und entdeckte schließlich eine vergessene Studie des Wissenschaftlers A. A. Foster aus dem Jahr 1943.
Dunkles Kapitel der Internate
Die betroffene Schule war Teil eines staatlichen Systems, in dem indigene Kinder von ihren Familien getrennt wurden, um die europäisch-kanadische Kultur zu erzwingen. Laut der kanadischen Wahrheits- und Versöhnungskommission waren Gewalt und Vernachlässigung in diesen Einrichtungen an der Tagesordnung. Die parapsychologischen Tests reihen sich in diese Liste der Misshandlungen ein. Über ein Jahr lang mussten zehn Kinder verdeckte Symbole und Karten erraten. Als Belohnung gab es lediglich Süßigkeiten, ungeachtet der Ergebnisse.
Wissenschaft ohne echte Wahl
Historiker wie Ian Mosby betonen, dass die Kinder in diesen Residential Schools bei wissenschaftlichen Versuchen „keine Wahl“ hatten und unter ständiger staatlicher Aufsicht standen. Die angewandte Methode sollte belegen, ob die Probanden häufiger richtig lagen, als es der Zufall erlaubte. Eine unabhängige Bestätigung für tatsächliche übersinnliche Fähigkeiten lieferte die Studie jedoch nicht. Sie gilt heute primär als Beleg für die enge Verknüpfung von Forschung und Kolonialpolitik.
Geheimprojekt der US-Regierung
Nicht nur in Kanada, auch in den USA gab es ähnliche Bestrebungen. Der Geheimdienst CIA betrieb unter dem Codenamen „Star Gate“ eigene Forschungen, um „außersinnliche Spionage“ zu ermöglichen. Ziel war es, Phänomene wie Telepathie oder Remote Viewing für den Nachrichtendienst nutzbar zu machen. Testpersonen versuchten dabei, entfernte Orte allein durch Koordinaten zu beschreiben. Da die Ergebnisse jedoch nicht für verlässliche Aussagen ausreichten, stellte die CIA das Programm schließlich wieder ein.