Schneemassen
Winter-Apokalypse: Auch Russen versinken im Rekord-Winter
24.01.2026Meterhoher Schnee, eingestürzte Versorgungswege und Todesopfer: Auf der russischen Halbinsel Kamtschatka sorgen die heftigsten Schneefälle seit Jahrzehnten für den Ausnahmezustand.
Die fernöstliche russische Halbinsel Kamtschatka erlebt derzeit einen Jahrhundertwinter. Seit Tagen türmen sich dort extreme Schneemassen, ganze Straßenzüge und Gebäude sind eingeschneit. Behörden haben den Ausnahmezustand ausgerufen, Meteorologen sprechen von den schwersten Schneefällen seit mehr als 30 Jahren. Innerhalb weniger Tage fiel so viel Schnee wie sonst in mehreren Monaten.
Ursache sind laut Experten wiederkehrende Pazifik-Zyklone, die große Mengen feuchter Luft in die Region bringen. In Kombination mit eisigen Temperaturen und der komplexen Topografie fällt der Niederschlag als schwerer Schnee. Russische Medien berichten von massiven Versorgungsproblemen, eingeschlossenen Bewohnern und bis zu fünf Meter hohen Schneeverwehungen an Häusern.
Besonders dramatisch ist die Lage in der Regionalhauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski. Dort kamen nach Behördenangaben zwei Männer durch herabstürzende Schneemassen von Dächern ums Leben. In sozialen Netzwerken verbreiten sich Videos, die eingeschneite Autos, blockierte Hauseingänge und Menschen zeigen, die sich mühsam durch den Schnee graben.