Landtag

Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wählen

17.09.2006

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird heute der Landtag gewählt. Die Wahl gilt als erster Stimmungstest für CDU und SPD.

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Insgesamt 3,8 Millionen Bürger sind heute zur Landtagswahl aufgerufen. In beiden Ländern stehen Koalitionen der SPD mit der Linkspartei auf dem Prüfstand. Letzte Umfragen sahen in Berlin die SPD des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit deutlich vorn. Der populäre Regierungschef könnte demnach seine Koalition mit der in Linkspartei umbenannten PDS fortsetzen. Sein CDU-Herausforderer Friedbert Pflüger lag in Umfragen zuletzt weit zurück. Wowereit hält sich neben der Fortsetzung der Koalition mit der Linkspartei auch ein Bündnis mit den Grünen offen.

Ein Einzug der NPD wird befürchtet
In Mecklenburg-Vorpommern zeichnete sich dagegen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der SPD von Ministerpräsident Harald Ringstorff und der CDU seines Herausforderers Jürgen Seidel ab. Gut 1,4 Millionen Stimmberechtigte entscheiden über das künftige Kräfteverhältnis im Schweriner Landtag. Nach letzten Umfragen könnte die seit acht Jahren amtierende rot-rote Landesregierung durch eine große Koalition unter Führung der CDU abgelöst werden. Wahlforscher befürchten, dass auch die rechtsextreme NPD in den Landtag einziehen könnte.

Die Ergebnisse der letzten Wahl
Bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl vom 21. Oktober 2001 war die SPD mit 29,7 Prozent stärkste Kraft geworden, die CDU sackte damals auf 23,8 Prozent ab. Die PDS kam auf 22,6 Prozent, die FDP auf 9,9 Prozent, die Grünen landeten bei 9,1 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern war bei den Wahlen vom 22. September 2002, die damals zeitgleich mit der Bundestagswahl abgehalten wurden, die SPD auf 40,6 Prozent und die CDU auf 31,4 Prozent gekommen. Die Linkspartei schaffte 16,4 Prozent. Grüne und FDP waren an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, die NPD hatte nur 0,8 Prozent erhalten. Im nordöstlichsten deutschen Bundesland gibt es diesmal 1,4 Millionen Wahlberechtigte.

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