Irak-Krieg
Bush betont Entschlossenheit
21.10.2006
Die Vereinigten Staaten haben ihre Entschlossenheit im Irak bekräftigt. Bush: "Werden Soldaten nicht abziehen, ehe der Einsatz vollendet ist"
Die Vereinigten Staaten haben ihre Entschlossenheit im Irak bekräftigt. Die vergangenen Wochen seien für die US-Truppe im Irak und für die Iraker selbst "hart" gewesen, sagte US-Präsident George W. Bush am Samstag in seiner wöchentlichen Radioansprache. Die Gewalt habe so zugenommen, weil die US-Armee ihre Einsätze verstärkt habe und weil die Aufständischen "eine kluge Propaganda-Strategie" hätten. "Eines werden wir nicht tun", versicherte Bush. "Wir werden unsere Soldaten nicht vom Schlachtfeld abziehen, ehe der Einsatz vollendet ist."
Ziel sei der Sieg
"Unser Ziel im Irak ist klar und ändert sich nicht", sagte der Präsident. "Unser Ziel ist der Sieg." Was sich ändere, sei die Taktik, um diesen Sieg zu erlangen. Die Kommandanten vor Ort passten ihre Herangehensweise ständig an, "um dem Feind vorauszubleiben". Die Aufständischen wüssten, dass sie im Gefecht nicht gewinnen könnten. Deshalb verübten sie spektakuläre Angriffe und hofften darauf, dass die Bilder der Gewalt in den Medien die USA entmutigen und zum Rückzug zwingen würden. "Die Terroristen versuchen, Amerika zu entzweien und unseren Willen zu brechen", sagte Bush. "Wir dürfen nicht zulassen, dass sie damit Erfolg haben."
Der US-Präsident wollte am Samstag mit führenden US-Militärs die Lage im Irak erörtern. An den Beratungen sollten nach Angaben des Weißen Hauses der Befehlshaber des US-Einsatzes im Irak, George Casey, und der Kommandant der US-Streitkräfte im Nahen Osten, John Abizaid teilnehmen. Nach Angaben der Regierung war die Besprechung seit Wochen geplant und hat nichts mit der derzeitigen Eskalation der Lage im Irak zu tun. Allein im Oktober kamen im Irak mehr als siebzig US-Soldaten ums Leben; seit dem US-geführten Einmarsch im Irak im März 2003 gab es selten einen Monat mit höheren Verlusten für die US-Armee.