Irak-Krieg

Immer mehr entstellte US-Soldaten kehren zurück

31.01.2007

Der Krieg im Irak tobt - täglich gibt es Anschläge. Viele junge GIs kehren bereits als Kriegsveteranen zurück: Entstellt, verkrüppelt, an den Rollstuhl gefesselt.

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© (c) AP
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Unerbittlich tobt der Krieg im Irak. Praktisch täglich gibt es zahlreiche Tote durch Anschläge. Erst am Montag wurde in San Antonio im US-Bundesstaat Texas ein Rehabilitations-Zentrum für Kriegsverletzte eröffnet. In dem 50 Millionen Dollar-Bau pflegen die USA ihre jungen Kriegsveteranen aus dem Irak-Krieg. Viele kehren entstellt zurück - und verarbeiten dort ihr Kriegstrauma. Ein Thema, das nun auch die Bewerber um das Präsidentschaftsamt aufgreifen.

Schock-Bilder von behinderten Veteranen:

 

Barack Obama
Der US-Senator und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, Barack Obama, hat einen Rückzug der US-Kampftruppen aus dem Irak zwischen Mai dieses Jahres und März 2008 gefordert. Keine noch so große Zahl von US-Soldaten könne die "dem Bürgerkrieg zugrunde liegenden politischen Streitigkeiten" lösen, erklärte Obama.

US-Präsident George W. Bush habe im Irak eine gescheiterte "Politik der Eskalation" geführt. Er schlage daher einen stufenweisen Rückzug vor, um Druck auf die Iraker aufzubauen, eine politische Einigung zu finden und die Gewalt einzuschränken. Eine entsprechende Resolution Obamas soll in der kommenden Woche im Senat diskutiert werden.

Hillary Clinton
Auch die amerikanische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton hat Präsident George W. Bush aufgefordert, bis zum Ende seiner Amtszeit im Jänner 2009 den Konflikt im Irak zu lösen. "Es war seine Entscheidung, mit einem schlecht entwickelten Plan und einer unfähig ausgeführten Strategie in den Krieg zu ziehen", erklärte Clinton. "Wir erwarten von ihm, dass er unser Land davon befreit, bevor er das Amt verlässt."

Es wäre "der Höhepunkt an Unverantwortlichkeit", wenn Bush den Irak-Krieg seinem Nachfolger im Weißen Haus weitergeben würde, sagte Clinton. Das Weiße Haus kritisierte die Äußerungen der Senatorin von New York als eine vom Parteienkampf bestimmte Stellungnahme, die den Einsatz der US-Streitkräfte untergrabe.

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