Neue Drohung

Iran will Straße von Hormuz "für immer" schließen

09.05.2026

Inmitten der laufenden Verhandlungen über eine Beilegung des aktuellen Kriegs verschärft der Iran den Ton gegenüber seinen Nachbarstaaten und warnt eindringlich vor einer Kooperation mit den USA. 

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© APA/AFP/GIUSEPPE CACACE (Archivbild)
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Während der US-Präsident am Samstag auf eine Reaktion aus Teheran zu den jüngsten Friedensvorschlägen wartete, sorgten Drohgebärden aus dem iranischen Parlament für neue Spannungen. Ebrahim Azizi, Vorsitzender des parlamentarischen Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik, richtete am Samstagnachmittag eine deutliche Warnung an die Golfstaaten.

Warnung vor schwerwiegenden Folgen

Im Zentrum der Kritik steht ein UN-Entwurf der USA und Bahrains, der die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus sichern soll. Azizi sieht darin eine Provokation. Er wandte sich direkt an die Regierungen in der Region: „Wir warnen Regierungen, einschließlich Kleinstaaten wie Bahrain, dass eine Unterstützung der von den USA getragenen Resolution schwerwiegende Folgen haben wird.“

Gefahr für die Schifffahrt

Die Straße von Hormus gilt als eine der weltweit wichtigsten Routen für den Öltransport. Der iranische Politiker ließ keinen Zweifel daran, dass Teheran bereit ist, diese Route als Druckmittel einzusetzen. „Die Straße von Hormus ist eine lebenswichtige Versorgungsader; riskieren Sie nicht, sie für sich selbst FÜR IMMER zu sperren“, schrieb Azizi in seiner Nachricht.

Strategischer Konflikt um Resolution

Die Drohung zielt primär darauf ab, eine Annäherung der arabischen Nachbarn an die Vereinigten Staaten zu verhindern. Während Washington in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) auf diplomatische Signale hoffte, verdeutlicht die Wortwahl aus dem Iran die tiefe Kluft zwischen den Verhandlungsparteien. Die internationale Gemeinschaft beobachtet nun genau, wie Bahrain und die anderen Golfstaaten auf diesen direkten Einschüchterungsversuch reagieren werden.