Streik vom Tisch

Mehr Geld + weniger Arbeit für deutsche Lokführer

13.01.2008

Die deutsche Bahn und die Gewerkschaft haben sich endlich geeinigt. Damit sind allfällige Streiks vom Tisch.

Zur Vollversion des Artikels
© AP
Zur Vollversion des Artikels

Die Lokführergewerkschaft GDL und die Deutsche Bahn haben sich nach einem monatelangen Tarifkonflikt auf die Eckpunkte für einen eigenständigen Tarifvertrag für Lokführer verständigt. Damit sind Streiks, wie sie vor wenigen Wochen halb Deutschland lahmgelegt und internationale Verbindungen auch nach Österreich beeinträchtigt haben, endgültig vom Tisch.

Mehr Lohn
Die Lokführer erhalten rückwirkend von Juli 2007 bis Ende Februar 2008 eine Einmalzahlung von 800 Euro, was einem Betrag von 100 Euro pro Monat entspricht. Ab 1. März 2008 gibt es eine Entgelterhöhung von acht Prozent, ab 1. September 2008 noch einmal drei Prozent mehr Geld.

Alle Lokführer werden am 1. März 2008 in eine neue Entgeltstruktur übergeführt, die Berufserfahrung und Qualifikationen berücksichtigt. Dadurch betragen die individuellen Lohnerhöhungen zwischen sieben und 15 Prozent.

Weniger Arbeit
Von Februar 2009 verringert sich die wöchentliche Arbeitszeit der Lokführer von 41 auf 40 Stunden bei gleichem Entgelt. Der eigenständige Tarifvertrag soll bis Ende Jänner abgeschlossen werden. Bis Ende des Jahres soll auch ein neues Gesamttarifwerk stehen. Es umfasst neben dem Lokführertarifvertrag fünf weitere Einzelverträge nach Berufsgruppen und als Dach einen gemeinsamen Basistarifvertrag mit allgemeingültigen Bestimmungen.

Zur Vollversion des Artikels