Mahnung
Papst gedachte Katastrophe von Tschernobyl vor 40 Jahren
26.04.2026Der Papst hat am Sonntag beim Regina-Coeli-Gebet den 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gedacht.
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Das Unglück habe "das Gewissen der Menschheit geprägt". Das Ereignis bleibe eine Mahnung an die Risiken immer leistungsfähigerer Technologien, sagte Leo XIV. Er gedachte der Opfer und aller Menschen, die bis heute unter den Folgen der Katastrophe leiden.
Zugleich rief der Papst dazu auf, dass auf allen Entscheidungsebenen "Urteilsvermögen und Verantwortung" Vorrang haben sollten, damit jede Nutzung der Atomenergie dem Leben und dem Frieden diene. Der Super-GAU, der größte anzunehmende Unfall, am 26. April 1986 war die schlimmste zivile Nuklearkatastrophe der Geschichte. In der damaligen Sowjetrepublik Ukraine geriet ein Test im AKW Tschernobyl außer Kontrolle. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus. Doch trafen sie neben der Nordukraine vor allem das benachbarte Belarus und auch den Westen Russlands. Monatelang sonderte die offen daliegende Atomruine Strahlung in die Umgebung ab.
Papst grüßte Pilgergruppe aus Wien
Der Papst begrüßte die auf dem Petersplatz versammelten Pilger, darunter auch eine Gruppe aus Wien. Rund 18.000 Gläubige versammelten sich zum Regina-Coeli-Gebet auf dem Petersplatz. Das Gedenken an Maria als "Himmelskönigin" und Mutter Gottes ersetzt bis Pfingsten das Angelus-Gebet, das viele aus den sonntäglichen Ansprachen des Papstes kennen.