Kaufrausch

Trump will Grönland kaufen – so teuer könnte sein Plan werden

10.01.2026

Das Weiße Haus prüft derzeit, ob Grönland aus nicht näher genannten Gründen der nationalen Sicherheit von den USA gekauft werden könnte.

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Mitarbeiter Trumps untersuchen dabei Wege, internationale Gesetze zu umgehen, während sowohl die grönländische Regierung als auch Dänemark den Plan ablehnen. Laut "Reuters" erwägt die Trump-Administration, der grönländischen Bevölkerung zwischen 10.000 und 100.000 Dollar pro Person zu zahlen, um eine mögliche Transaktion zu erleichtern. Das würde bis zu 5,7 Milliarden Dollar kosten. Dieser Betrag wäre wohl nur symbolisch und würde durch eine wesentlich höhere Summe an die Regierung von Grönland und/oder Dänemarks ergänzt werden. Aber auch eine militärische Option wird offenbar von Washington in Betracht gezogen.

Michael P. Scharf, der Vorsitzende der "American Branch of the International Law Association" erklärt gegenüber "Newsweek": "Grönland ist ein Lager vieler seltener Erden, die für Hightech-Industrien und Produkte der nationalen Sicherheit benötigt werden." Er fügt hinzu: "Das Schmelzen des grönländischen Eises macht es leichter, diese Metalle zu fördern."

So teuer könnte Trumps Plan werden

David Smith, Professor für Politikwissenschaft an der University of Sydney, sagt gegenüber "Newsweek", dass es Staaten "als Sakrileg empfinden" würden, "große Teile souveränen Territoriums zu verkaufen". Historische Vergleiche, wie Trumans Angebot an Dänemark für Grönland von 100 Millionen Dollar 1946, sind heute kaum noch aussagekräftig. Experten schätzen den Wert der Insel heute auf mehrere hundert Milliarden bis hin zu Billionen Dollar. Frühere Schätzungen für einen Erwerb lagen zwischen 12,5 und 77 Milliarden Dollar, basierend auf Schätzungen der Preise, die die USA 1917 für die Dänischen Jungferninseln und 1867 für Alaska zahlten – um Inflation und Wachstum der US- und der dänischen Volkswirtschaften berücksichtigt.

Trotz aller Überlegungen betonen Grönland und Dänemark, dass die Insel nicht zum Verkauf steht. Internationale Beobachter äußern Besorgnis über Trumps Vorstöße, wirtschaftliche oder militärische Mittel einzusetzen.

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