Wien. Weil er seiner Gattin im Mai in der Donaustadt 13 Messerstiche versetzt hatte, stand am Mittwoch am Landesgericht ein vierfacher Familienvater wegen versuchten Mordes vor Gericht. Die Staatsanwältin sprach von einer "entsetzlichen Bluttat" und einem "heimtückischen Angriff", der schließlich (nichts rechtskräftig) mit 12 Jahren Haft geahndet wurde.
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Der aus Afghanistan geflohene Mann lebte mit der 44-Jährigen und vier gemeinsamen Kindern in einem beschaulichen Ort am Land in Österreich, ging einer geregelten Beschäftigung nach, war integriert und wies bis zuletzt keine Vorstrafen auf. Drei seiner vier Kinder besuchen die Uni.
Attacke, während Frau mit Kind (3) spielte
Aufgrund einer Erkrankung musste sich die Ehefrau in Wien behandeln lassen, weshalb sie vorübergehend in die Bundeshauptstadt zu ihren Kindern im Studentenalter zog. In dieser Situation mutmaßte der 46-Jährige, seine Ehefrau würde ihn mit einem anderen Mann betrügen. Konkreten Anhaltspunkt, dass dem tatsächlich so war, gab es keinen. Nach einem Streit am Telefon setzte sich der Mann in sein Auto, fuhr nach Wien und stach ihr die Klinge 13 Mal in den Rücken, während die Frau mit ihrem jüngsten Sohn am Boden saß und mit dem Dreijährigen spielte.
"Aufgrund ihrer Hilfeschreie kamen ihr die erwachsenen Kinder zu Hilfe", berichtete die Staatsanwältin den Geschworenen. Sie konnten den Vater überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei in Schach halten, wobei zwei von ihnen geringfügige Verletzungen an der Wade bzw. am rechten Daumen erlitten. Die Ehefrau überlebte nur knapp. Letzter Kommentar vor den Abshclussplädoyers des Angeklagten: "Ohne Alkohol, ohne Wodka bin ich nicht so".