Neuerungen 26/27

15.047 Volksschüler bekommen am Montag Schultüte in Hand gedrückt

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"Wenn wir unseren Kindern eine gute Bildung, echte Chancen und das notwendige Rüstzeug für ihr weiteres Leben mitgeben, dann stärken wir nicht nur jeden einzelnen jungen Menschen, sondern auch die Zukunft unseres Bundeslandes", sagt Bildungslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) wenige Tage vor dem Schulstart.
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Für mehr als 200.000 Schüler und rund 22.000 Lehrer an knapp 1.000 Schulen beginnt am kommenden Montag, 14. September das neue Schuljahr in Oberösterreich. 15.047 Volksschulkinder bekommen an ihrem ersten Schultag eine Schultüte in die Hand gedrückt.

Ab dem Schuljahr 2026/27 startet das Chancenbonus-Programm. Österreichweit werden 400 Schulen mit schwieriger sozioökonomischer Ausgangslage durch zusätzliches Personal unterstützt. In Oberösterreich profitieren davon 59 Schulen vor allem im städtischen Raum. Zu den teilnehmenden "Brennpunktschulen" in Linz zählen unter anderem die VS 1 Stelzhamerschule und die VS 4 Mozartschule.

Im neuen Schuljahr ist auch die Verpflichtung gefallen, ab acht außerordentlichen Schülern am Standort separate Deutschförderklassen bzw. -gruppen einzurichten. Etwas mehr als die Hälfte der Schulen nutzt ab Herbst stattdessen schulautonome Modelle zum Deutschlernen im Klassenverband. Im Schuljahr 2025/26 gab es in OÖ 139 Deutschförderklassen und 390 Deutschförderkurse.

Neue Suspendierungsbegleitung

Suspendierte Schüler müssen, wie berichtet, im neuen Schuljahr verpflichtend begleitet werden. Dazu wird ein verbindlicher Förderplan für jedes suspendierte Kind erstellt, auch die Mitwirkung der Erziehungsberechtigten ist vorgesehen.

Gebärdensprache

Am Körnergymnasium Linz wird ab dem neuen Schuljahr Gebärdensprache als Wahlpflichtgegenstand angeboten - es kann sogar maturiert werden.

Freie Lehrerstellen

An den AHS, BMHS, Berufsschulen und landwirtschaftlichen Fachschulen sind grundsätzlich alle Stellen besetzt. Bei der Ausschreibung Ende August waren an den allgemeinbildenden Pflichtschulen noch Voll- und Teilzeitstellen ausgeschrieben, die rund 0,8 Prozent des Gesamtpersonalstands entsprechen.

Die Lehrergewerkschaft hingegen sieht es anders, denn die Zahlen würden nicht das ganze Bild zeigen. Es gebe einen "riesigen verdeckten Personalmangel", das Ausmaß an Überstunden sei "enorm", betonte der Sprecher der ARGE Lehrer in der GÖD (Gewerkschaft Öffentlicher Dienst), Paul Kimberger, gegenüber der APA.