Sojabohne & Co.
200 Mio. Euro Dürreschäden in Landwirtschaft in OÖ
"Das Landwirtschaftsjahr 2026 zeigt in aller Deutlichkeit, wie verwundbar die Produktion unter freiem Himmel gegenüber Wetterextremen geworden ist. Die Zahl der Schadensmeldungen aus Hagel und Elementarrisiken hat sich gegenüber dem Vorjahr verfünffacht, vor allem wegen der außergewöhnlich hohen Zahl an Dürreschadensmeldungen", sagt der Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ, Franz Waldenberger.
52 Hitzetage
Bis Ende September fehlen in Oberösterreich noch immer durchschnittlich 37 Prozent des üblichen Jahresniederschlags und manche Regionen verzeichnen weiterhin ein Defizit von 40 bis 50 Prozent. Dazu gesellte sich heuer die Hitze und verursachte im Pflanzenbau eine anhaltende Stresssituation. So verzeichnete allein die Stadt Braunau über 52 Hitzetage mit mehr als 30 Grad. Die Getreideernte konnte im Frühsommer noch leicht unterdurchschnittlich und damit für die Ackerbauern mit akzeptablen Erträgen und guten Qualitäten eingebracht werden.
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Mais bis 40 Prozent unter 2025er-Niveau
Laut dem amtlichen AMA-Marktbericht fehlten aber in Oberösterreich bei der Winterrapsernte im Frühsommer bereits 13 Prozent des Vorjahrertrages. Die durchschnittlichen Erträge der Herbstkulturen, deren Ernte aktuell am Laufen ist, liegen in Oberösterreich bei Zuckerrübe um rund ein Viertel und bei Mais und Sojabohne um 35 bis 40 Prozent unter dem guten Vorjahresniveau. Nur bei Ölkürbis werden jetzt im Herbst durchschnittliche Erträge erzielt. Laut Hagelversicherung belaufen sich die Dürreschäden in der oberösterreichischen Landwirtschaft, über das gesamte Erntejahr gerechnet, bei rund 200 Millionen Euro.