Dramatische Bilanz

300 Hitzetote in Österreich! Greenpeace rechnet mit Totschnig ab

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Laut einer aktuellen Greenpeace-Berechnung auf Basis von Statistik-Austria-Daten sind rund 300 Menschen in Österreich an den Folgen der extremen Hitzewelle im Juni gestorben.
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Besonders für ältere Menschen sowie Kinder können Hitzetage mit Temperaturen ab 30 Grad lebensbedrohlich sein. Österreich erlebt gerade die nächste Hitzewelle, doch Klimaminister Norbert Totschnig ist nach wie vor untätig. Greenpeace fordert daher Bund und Länder auf, ein Hitze-Notfallpaket mit Sofortmaßnahmen – wie etwa Wochenendöffnung von gekühlten Schutzräumen und Gratis-Eintritt in öffentliche Bäder – zu beschließen. Zudem muss Minister Totschnig endlich ein ambitioniertes und wirksames Klimaschutzgesetz vorlegen und eine Sanierungsoffensive starten.

Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace Österreich: "Rund 300 Menschen sind im Juni an den Folgen der extremen Hitze gestorben. Jetzt ist Österreich erneut im Griff einer extremen Hitzewelle, doch der zuständige Minister Norbert Totschnig lässt die Bevölkerung in dieser Notlage im Stich und gefährdet damit das Leben und die Gesundheit zahlreicher Menschen in Österreich. Wenn Minister Totschnig nicht sofort ein Hitze-Notfallpaket initiiert und das lang überfällige Klimaschutzgesetz vorlegt, muss man fragen, ob er die richtige Person für das Amt des Klimaministers ist."

Sommerhitze fordert hunderte Leben

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) veröffentlicht bisher nur einmal im Jahr Daten zur hitzebedingten Übersterblichkeit. Im gesamten Vorjahr fordert die Hitze laut AGES 449 Menschenleben. Greenpeace hat nun auf Basis von Daten der Statistik Austria erstmals für Österreich die Übersterblichkeit während einer einzelnen Hitzewelle errechnet. Dafür hat die Umweltschutzorganisation aus den Sterbezahlen der letzten fünf Jahre ein zu erwartendes Juni-Wochenmittel errechnet und mit den Kalenderwochen 26 und 27 verglichen. Die tatsächliche Zahl der Hitzetoten liegt vermutlich sogar höher, da bei der Berechnung die gesundheitlichen Langzeitfolgen der Extremhitze nicht berücksichtigt wurden.

Sofortmaßnahmen bei extremer Hitze und Klimaschutzgesetz gefordert

Um die Bevölkerung sofort zu entlasten, fordert Greenpeace von Bund und Ländern sechs Sofortmaßnahmen bei Extremtemperaturen, darunter Gratis-Eintritt in öffentliche Bäder, geöffnete kühle Aufenthaltsräume auch am Wochenende und Gratis-Öffis. Zudem muss Klimaminister Totschnig endlich ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz auf den Tisch legen und eine Sanierungsoffensive starten, um Österreichs Gebäude hitze-fit zu machen.