Die Exekutive kündigt für die kommenden Wochen verstärkte Kontrollen an, wobei besonders in Tirol ein Augenmerk auf die Ausrüstung gelegt werden soll. Das Datum allein ist für die Vorschrift bei Pkw und leichten Lkw bis 3,5 Tonnen noch nicht ausschlaggebend, da die Regelung erst bei Schnee, Schneematsch oder Eis greift.
Auch interessant
Richtige Bereifung
Liegen winterliche Straßenverhältnisse vor, sind Winterreifen auf allen vier Rädern vorgeschrieben. Bei trockener Fahrbahn dürfen grundsätzlich auch Sommerreifen verwendet werden. Alternativ sind Schneeketten auf zumindest zwei Antriebsrädern zulässig, sofern die Fahrbahn vollständig oder beinahe vollständig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Mit montierten Ketten sollte die Geschwindigkeit auf Schneefahrbahn 50 km/h nicht überschreiten.
Strengere Vorgaben für Lkw
Für schwere Lastkraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen gelten andere Bestimmungen. Diese Fahrzeuge benötigen zwischen dem 1. November und dem 15. April unabhängig von der Witterung Winterreifen auf mindestens einer Antriebsachse sowie geeignete Schneeketten an Bord. Bei Bussen endet die vorgeschriebene Winterbereifung bereits am 15. März, während die Pflicht zum Mitführen von Schneeketten bis zum 15. April aufrecht bleibt.
Profiltiefe beachten
Vor Fahrtbeginn empfiehlt sich ein Kontrollblick auf die Reifen. Bei Winterreifen in Radialbauweise sind mindestens vier Millimeter Profiltiefe erforderlich, um als geeignete Ausrüstung zu gelten. Zudem rät die Polizei zur Überprüfung der Scheinwerfer, Scheibenwischer und des Frostschutzes sowie zu einer angepassten Fahrweise mit mehr Abstand bei winterlichen Bedingungen.
Hohe Strafen drohen
Fehlende Winterausrüstung kann schnell zu Verkehrsbehinderungen führen. Wer bei entsprechenden Verhältnissen ohne die vorgeschriebenen Reifen fährt, muss im Normalfall mit einer Geldstrafe von rund 100 Euro rechnen. Bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kann die Strafe auf bis zu 10.000 Euro steigen, zudem kann die Polizei bei Gefahr für die Verkehrssicherheit die Weiterfahrt untersagen.