Die Zutrittskontrollen sind bei den diesjährigen Salzburger Festspielen für alle Personen verschärft worden. Nach einer aufsehenerregenden Störaktion im Vorjahr beim Festakt zur offiziellen Eröffnung wurden die Sicherheitskonzepte nachgebessert. Die Polizei setzt dafür erstmals ihre Drohnenabwehr ein.
Protestaktion dank manipulierter Mitarbeiterausweise
Bei der friedlich verlaufenen Protestaktion gegen den Gaza-Krieg sind die Aktivisten am 26. Juli 2025 mit Hilfe einer Ex-Mitarbeiterin und manipulierter Mitarbeiterausweise in die Felsenreitschule gelangt. Während der Rede von Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) enthüllten sie Transparente. Um zu verhindern, dass sich unbefugte Personen Zutritt in die Festspielhäuser und Veranstaltungsstätten verschaffen, sind die jeweiligen Sicherheitskonzepte nun überarbeitet worden.
Großes Polizeiaufgebot & Drohnenabwehr zur Eröffnung
Das Zutrittsmanagement ist aufgrund neuer Methoden für alle Personen verschärft worden, auch für Mitarbeitende und Kunstschaffende: Bei sämtlichen Eingängen werden nun alle Personen kontrolliert. Tauchen Probleme auf, kann die Polizei unterstützend eingreifen.
Weil zur diesjährigen offiziellen Eröffnung der Salzburger Festspiele am kommenden Sonntag wieder viele nationale und internationale Politiker wie Bundeskanzler Christian Stocker und Bundespräsident Alexander Van der Bellen erwartet werden, ist auch das Polizeiaufgebot groß.
"Abstrakt hohe Gefährdungslage"
Genaue Zahlen über die Personalstärke bei der offiziellen Eröffnung gab die Landespolizeidirektion Salzburg nicht preis, nur so viel: "Wir haben ausreichend zivile und uniformierte Kräfte zur Verfügung." Im Einsatz stehen auch Spezialkräfte wie die Cobra und Beamte des Landesamtes Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE). Und wie jedes Jahr werden die Veranstaltungsstätten von der Polizei mit Diensthunden nach gefährlichen Gegenständen, zum Beispiel Sprengkörpern, durchsucht.
Die Gefährdungslage sei aufgrund der geopolitischen Konflikte wie in den Jahren zuvor als "abstrakt hoch" eingestuft. Konkrete Hinweise auf eine unmittelbare Gefährdung der Salzburger Festspiele gebe es nicht. Erstmals setze die Polizei aber bei dieser Großveranstaltung ihre Drohnenabwehr ein. Aufgrund internationaler Erfahrungswerte gehörten diese je nach Gefährdungslage zu den Sicherheitsanforderungen bei Großereignissen.