Zendaya & Co.
Alle Stars kaufen ihre Pyjamas in DIESEM kleinen Store in Rom
Wer in Rom auf Promi-Suche geht, denkt wahrscheinlich zuerst an die üblichen Adressen: Luxus-Boutiquen an der Via Condotti, schicke Restaurants oder die großen Hotels. Doch für manche Stars führt der Weg offenbar an einen wesentlich unscheinbareren Ort.
Mitten im historischen Zentrum Roms, in der Via della Fontanella di Borghese, befindet sich Schostal: Eine traditionsreiche Boutique, die seit 1870 existiert und sich auf Nachtwäsche, Hemden und Unterwäsche spezialisiert hat. Heute kommen dort auffällig viele internationale Stars vorbei. Zendaya, Dakota Johnson, Mark Ruffalo, Julianne Moore, Gwyneth Paltrow, Anne Hathaway, Naomi Campbell, Harry Styles und Damiano David gehören laut Berichten und Angaben der Betreiberfamilie zu den prominenten Kundinnen und Kunden.
Und nein, der Laden sieht nicht aus wie ein typischer Hollywood-Hotspot. Genau das dürfte Teil des Geheimnisses sein.
150 Jahre Tradition statt Instagram-Hype
Schostal wurde 1870 in Rom gegründet und ist bis heute in Familienhand. Die Marke selbst betont ihre jahrhundertealte Tradition, italienisches Handwerk und die Idee, Nachtwäsche mit derselben Sorgfalt herzustellen wie hochwertige Tageskleidung. Die Pyjamas werden heute noch mit einem sehr klassischen Ansatz gefertigt. Gleichzeitig sind die Modelle längst zum Fashion-Statement geworden: gestreifte Sets, Flanell, Baumwolle, kräftige Farben und klassische Hemden-Schnitte, die durchaus auch außerhalb des Schlafzimmers funktionieren. Aktuell kostet ein langes Baumwoll-Pyjama-Set der Rome Heritage Edition beispielsweise rund 210 Euro.
Wie finden Hollywood-Stars ausgerechnet diesen kleinen Laden?
Offenbar vor allem durch Mundpropaganda. Die Betreiberin Shirley erzählt, dass sich die Adresse unter internationalen Gästen herumgesprochen habe. Auch Makeup Artist Gucci Westman soll die Boutique Kundinnen und Kunden empfehlen, die nach Rom reisen. Das erklärt auch, warum dort gleich mehrere Namen aus Hollywood und der Musikszene auftauchen. Wer einmal einen Lieblingsort findet, empfiehlt ihn weiter und plötzlich landet die Adresse in einem ziemlich exklusiven Freundeskreis.
Zendaya wartete einfach, bis sie an der Reihe war
Besonders charmant sind die Geschichten, die Shirley über ihre prominenten Kundinnen und Kunden auf Substack erzählt. In ihrer eigenen Schilderung beschreibt sie, wie Zendaya den Laden besuchte und sich völlig selbstverständlich unter die anderen Kundinnen und Kunden einreihte. Sie habe die anderen Kundinnen freundlich angelächelt und geduldig gewartet, ohne eine Sonderbehandlung zu erwarten. Shirley fiel dabei offenbar weniger auf, dass Zendaya berühmt ist, sondern wie unkompliziert sie sich im Laden bewegte.
Als sie schließlich an der Reihe war, interessierte sich Zendaya sogar für Shirleys Hunde und zeigte ihr ein Foto ihres eigenen Hundes. Das klingt zunächst nach einer völlig banalen Begegnung. Genau das scheint aber der Punkt zu sein: In einem kleinen Geschäft darf selbst ein Superstar einfach Kunde sein.
Harry Styles brauchte nur vier Minuten
Auch eine andere Geschichte passt erstaunlich gut zum Konzept des Ladens: Harry Styles soll bei seinem Besuch laut Shirley nur etwa vier Minuten gebraucht haben, um seinen Pyjama auszuwählen. Er habe sich währenddessen auf den Einkauf konzentriert, statt gleichzeitig zu telefonieren oder permanent auf sein Handy zu schauen. Für Shirley ist das mehr als nur eine Anekdote, sie beschreibt es als eine ziemlich angenehme Art, einzukaufen: eine Sache nach der anderen, aufmerksam und ohne Hektik.
Der vielleicht charmanteste Teil des Schostal-Mythos
Und dann gibt es noch die Frage, warum ausgerechnet Pyjamas plötzlich zum Luxus-Statement werden. Vielleicht, weil sie längst mehr sind als Schlafkleidung. Gute Pyjamas funktionieren als Homewear, Reise-Look und mittlerweile sogar als Streetstyle. Damit passt die Boutique erstaunlich gut in einen Zeitgeist, in dem Luxus immer weniger nach riesigem Logo aussehen muss. Stattdessen geht es um Stoff, Verarbeitung, Geschichte – und um das Gefühl, einen Ort entdeckt zu haben, den nicht ohnehin schon jeder kennt.