Hinweis
Amazon führt neue Bezahlmethode ein
Der Online-Riese bereitet derzeit eine schrittweise Umstellung vor. Im deutschen Amazon-Shop und im Kundenservicebereich heißt es inzwischen "Bezahlen mit Ideal/Wero". Ideal wird nach und nach in das neue System integriert, sodass während einer Übergangsphase beide Namen nebeneinander aufscheinen. Bis Ende 2027 soll dieser Prozess vollständig abgeschlossen sein. Für Kundinnen und Kunden ändert sich vorerst wenig: Sie können weiterhin wie gewohnt ohne neue Anmeldung oder Aktivierung direkt in Echtzeit über ihr Online-Banking oder die Banking-App bezahlen.
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Schrittweise Umstellung bei Amazon
Hinter Wero steckt ein großes Projekt der European Payments Initiative (EPI). Das erklärte Ziel ist es, einen gemeinsamen Standard für digitale Zahlungen zu schaffen und das grenzüberschreitende Bezahlen massiv zu erleichtern. Händler sollen auf diese Weise Käuferinnen und Käufer in mehreren Ländern über eine einzige, einheitliche Zahlungsart erreichen können.
Europas Antwort auf US-Dienste
Das Bezahlsystem wird von 18 europäischen Banken und Finanzinstituten getragen. Es versteht sich als direkte europäische Antwort auf US-Dienste wie PayPal, Apple Pay oder Visa und soll für deutlich mehr Unabhängigkeit von außereuropäischen Anbietern sorgen. Doch es lauern auch Gefahren, wie der Blog "Netzpolitik" berichtet – siehe Posting. Neben Amazon setzen bereits Unternehmen wie Lidl und Decathlon auf die neue Zahlungsoption. Auch das Portal Check24 testet derzeit eine Anbindung, ein Starttermin hierfür steht aber noch nicht fest. Die Integration bei Amazon bringt dem Dienst nun zusätzliche Sichtbarkeit auf dem Markt.
Einführung in Österreich ist geplant
Laut EPI erreicht der Dienst bereits mehr als 57 Millionen Nutzer in Europa und ist derzeit in Deutschland, Belgien und Frankreich verfügbar. Auch hierzulande stehen die Zeichen auf Start: In Österreich haben die Erste Bank sowie die Raiffeisen Bankengruppe (die Raiffeisen Bank International, die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und die Raiffeisen-Bank Steiermark) angekündigt, das neue Bezahlsystem einzuführen. Für Geldtransfers zwischen Privatpersonen wird dann künftig lediglich eine Mobilnummer anstelle einer klassischen IBAN genügen.