Schumann

Ardo-Aus: Ministerin lässt jetzt aufhorchen

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Bei der heimischen Gemüse-Versorgung gab es vergangenen Freitag einen Durchbruch. Doch bei den Beschäftigten gibt es weiterhin offene Fragen.
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Aufatmen im Marchfeld: Nach dem angekündigten Aus für das Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf steht seit Freitag fest, wie die Versorgung mit heimischem Gemüse gesichert werden soll. Heimische Betriebe übernehmen das Ruder und investieren Millionen – doch für die Mitarbeiter bleibt die Lage angespannt.

Die für letzten Freitag angesetzte Verhandlungsrunde in Sachen Sozialplan wurde auf diesen Donnerstag verschoben. Vor dem Ardo-Werk soll es in dem Zusammenhang am Montag auch Protest- und Solidaritätskundgebungen geben.

Ministerin fordert jetzt raschen Sozialplan

Jetzt schaltet sich auch Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) in die Causa ein. "Die Beschäftigten bei Ardo dürfen nicht auf der Strecke bleiben – wir brauchen einen fairen Sozialplan und eine echte Zukunftsperspektive", so die SPÖ-Politikerin gegenüber oe24. Es sei ein wichtiger Schritt, dass nun eine Lösung für die Verarbeitung von heimischem Gemüse gefunden worden sei. Aber: "Eines muss klar sein: Eine Lösung für die Gemüseproduktion ist noch lange keine Lösung für die Beschäftigten. Es darf nicht sein, dass die regionale Wertschöpfung gesichert wird, während jene Menschen, die sie über Jahre ermöglicht haben, ihre Arbeitsplätze verlieren und mit ihrer Zukunft allein gelassen werden."

Schumann fordert daher nun einen "fairen und ausreichend dotierten Sozialplan". Die Verhandlungen dürften nun nicht mehr weiter auf der Stelle treten. Die Unternehmen, die nun die Verarbeitung des heimischen Gemüses übernehmen, sollen zudem die Chance erhalten, Ardo-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter zu übernehmen.