Die Stimmung bei Ardo in Groß-Enzersdorf (Bezirk Gänserndorf) kocht. Nach der angekündigten Schließung des Tiefkühlwerks spricht die Gewerkschaft PRO-GE von "Enttäuschung und Wut". Landesgeschäftsführer Patrick Slacik wird deutlich: Die Belegschaft ist "stinksauer".
Aufruf zu den Barrikaden: Marchfeld probt den Aufstand
Im Zentrum steht der Sozialplan für rund 190 Beschäftigte. Das Angebot des Unternehmens ist aus Sicht der Belegschaft viel zu niedrig. Auch die Betriebsversammlung am Montag brachte keine ausreichenden Antworten, kritisiert Betriebsratsvorsitzender Dietmar Breiner.
Der Protest rollt an
Die Beschäftigten arbeiten trotz Schließung weiter, doch der Druck steigt. Einen Streik lehnt Breiner derzeit ab. Bleiben Informationen aus, sind zusätzliche Betriebsversammlungen oder Dienst nach Vorschrift denkbar. Das könnte die Produktion treffen.
Am Freitag folgt die nächste Verhandlungsrunde, die Gewerkschaft erwartet ein besseres Angebot. Dann kommt der große Trommelwirbel: Am Montag, 9. November, um 8 Uhr findet eine Kundgebung vor dem Werk statt. Aufgerufen sind auch Landwirte und Konsumenten.
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Es geht um mehr als "nur Jobs"
Der Betriebsrat will nicht nur bessere Bedingungen, sondern auch eine Fortführung des Betriebs an einem anderen Standort. Die belgische Ardo-Gruppe will das Werk Ende August 2027 schließen. Betroffen sind 190 Beschäftigte und 50 Leiharbeitskräfte. In Groß-Enzersdorf wird Gemüse für Iglo sowie für die Eigenmarken von Billa, Hofer und Spar produziert. Im Vorjahr wurden Produkte von rund 270 Bauern verarbeitet.