Mehr Zustimmung erhalten - und trotzdem nicht besser werden. Die SPÖ hat nach dem mehr als unglücklichen, schrittweisen Rücktritt von Andreas Babler weiter kein Umfrageglück. Das zeigt sich auch im brandaktuellen Polit-Barometer der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (1.000 Befragte vom 19. bis 20. 10.). Marterbauer kann Fans dazu gewinnen - und er rutscht trotzdem ab.
Und das geht so: Lazarsfeld fragt jedes Monat ab, welche Politikerinnen und Politiker positiv bzw. negativ aufgefallen sind. Im Fall von Marterbauer sehen 26 Prozent den Finanzminister positiv - das ist ein Plus im Vergleich zum Vormonat von zwei Punkten. Doch weil gleich 37 Prozent (+4) den designierten Babler-Nachfolger im Vizekanzler-Büro negativ sehen, verliert Marterbauer beim Gesamtsaldo - positiver Eindruck minus negativer - zwei Punkte und rutscht von Platz 2 auf Platz 4 ab. Marterbauer wird deshalb von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und der lautstarken Familienministerin Claudia Bauer überholt, sie kommen jeweils auf einen Saldo von -7 und -10 und sind damit knapp besser als der designierte SPÖ-Vizekanzler.
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Zwar ist der angehende Babler-Nachfolger mit einem Positiv-Wert von 26 Prozent bei weitem das beliebteste Regierungsmitglied und damit vom Gesamtführenden, FPÖ-Chef Herbert Kickl, nicht weit entfernt - und doch steht Marterbauer damit nicht mehr am Stockerl.
Apropos Herbert Kickl: Der führte im vergangenen Monat mit einem Gesamtsaldo von -5 - diesmal sind es -6, der FPÖ-Chef ist also erstaunlich stabil.
Ebenso stabil ist übrigens auch Noch-SPÖ-Chef Andreas Babler - allerdings im negativen Sinn. Dass Babler im Polit-Barometer den letzten Platz belegt und damit Österreichs unbeliebtester Politiker ist, wissen oe24-Leserinnen und -Leser längst. Mit einem Saldo von -48 Prozent (-47 letzten Monat) ging es nochmals leicht bergab.
Und sonst? Knapp hinter Marterbauer belegt der nächste SPÖ-Minister Platz 5: Verkehrsminister Peter Hanke kommt auf einen Gesamt-Score von -13 Prozent. Dahinter folgen Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP, -16), Eva-Maria Holzleitner (SPÖ, -19), Norbert Totschnig (ÖVP, -19) und Anna Sporrer (SPÖ, -20).
Bester NEOS-Politiker ist übrigens Bildungsminister Christoph Wiederkehr, mit -24 Prozent liegt er allerdings im unteren Drittel.
Und die Chefs? Bablers Minus-Ergebnis hatten wir schon, ÖVP-Bundeskanzler Christian Stocker kommt auf einen Saldo von nur -25, allerdings ist Stocker bei den Positiv-Werten alleine mit +19 Dritter hinter Kickl und Marterbauer. Als Kanzler weht dir halt der Wind direkt ins Gesicht. Und NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger ist mit -32 Prozent nur Vorletzte - hinter Grünen-Chefin Leonore Gewessler.