Allein zu Haus

Babler unter Druck: Kritik vor ORF-Sommergespräch

© APA/HELMUT FOHRINGER
SPÖ-Chef Andreas Babler steht vor seinem ORF-Sommergespräch unter enormer Kritik. Im großen Parteivorstand sind nur noch 3 von 9 SPÖ-Landeschefs, auf Kritik reagiert Babler unwirsch, seine Medienreform wird zum Desaster.
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SPÖ-Chef Andreas Babler tritt am Montagabend beim ORF-Sommergespräch auf. Der ehemalige Traiskirchner Bürgermeister steht unter enormen Druck. In den aktuell veröffentlichten Umfragen ist die SPÖ auf 15 bis 16 % abgestürzt, Tendenz sinkend. Im rund 50-köpfigen SPÖ-Parteivorstand ist Babler allein zuhause. Nur noch 3 von 9 SPÖ-Landeschefs grüßen sich in diesem Gremium mit Babler (Oberösterreich, Tirol und Vorarlberg). Alle anderen haben längst Stellvertreter entsandt.

Zu Bablers Problemen zählt, dass er als Vizekanzler auf Kritik unwirsch reagiert und sie auch nicht hören will. Seine Medienreform droht zum Desaster zu werden. Aus SPÖ-Landesgruppen wie auch aus anderen Parteien dröhnt laute Kritik. Antworten vom Medienminister bleiben aus.

Längst hat sich Babler mit einem extrem kleinen Kreis umgeben, die große Einigung der SPÖ ist im misslungen. Die von ihm gestürzte und beerbte Pamela Rendi-Wagner war in Umfragen mit der SPÖ noch doppelt so stark, teils bei über 30%.

Babler ist auf dem Kurs in Richtung Kleinpartei. Kritik vom SPÖ-Landeshauptmann Fellner will Babler nicht hören, Doskozil ist für ihn sowieso ein rotes Tuch. In den SPÖ-Landesgruppen blickt man besorgt auf den Auftritt des SPÖ-Chefs im ORF-Sommergespräch.