Ein Wiener, der 2023 einen Schlaganfall hatte, an Krebs erkrankt war, Sauerstoff braucht und im Rollstuhl sitzt, erlebte vor wenigen Tagen einen weiteren Schock. In seinem Auto, das auf dem für ihn personalisierten Parkplatz vor dessen Wohnhaus steht, lag ein Strafzettel in Höhe von 160 Euro.
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"Das ist eine Sauerei seitens des Magistrats der Stadt Wien", wütete der Betroffene im oe24-Interview. "Ich bekomme ohnehin nur das Mindeste und dann bestraft man einen behinderten Menschen. Ich bin entsetzt, dass es sowas überhaupt gibt", schildert der Wiener.
Der erhält eine 24-Stunden-Betreuung und kann kaum noch das Bett verlassen. Deshalb erhielt er vor dem Eingang zu seiner Wohnung einen personalisierten Parkplatz, der für das Fahrzeug mit seiner Nummerntafel reserviert ist.
Unzählige Falschparker kommen davon
Dennoch wird das Parkverbot oftmals ignoriert. "Immer wieder stehen andere Autos, Fahrräder oder Motorräder dort. Deshalb habe ich mich an die Stadt Wien gewandt, dass man besser darauf achten soll", so das Strafzettel-Opfer. Dass nun ausgerechnet er einen Strafzettel erhalten hatte, während unzählige Falschparker ungeschoren davon kamen, macht ihn fassungslos.
Um gegen die Strafe rechtlich vorzugehen, hat er seinen Anwalt und den Behindertenverein eingeschaltet. Doch wie kann es sein, dass er überhaupt sanktioniert wird, obwohl auf dem Parkplatz seine Nummerntafel vermerkt ist. Laut dem Wiener habe er vergessen, seine Behindertenplakette in das Auto zu legen, weshalb er innerhalb von 2 Wochen die Strafe zahlen muss.
"Alle Hebel in Bewegung setzen"
Die Nummerntafel allein genügt der Parkraumüberwachung scheinbar nicht. "Das ist eine Frechheit. Ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, ich lasse mir diese Sache sicher nicht gefallen", kündigt er im oe24-Interview an.
Das Opfer will im schlimmsten Fall sogar bis vor den Verwaltungsgerichtshof gehen, dabei weiß er nicht, ob es überhaupt eine Strafmilderung geben würde. "Das ist eine Frechheit", kann er es weiter nicht fassen.