Forderung der ÖVP
Bis 19 Uhr: Wird Kurzparkzone verkürzt?
Die Diskussion um die Wiener Kurzparkzone nimmt wieder Fahrt auf. So bringt die ÖVP Liesing dieser Tage erneut die Forderung auf den Tisch, die aktuell geltende Regelung zu lockern. Bekanntlich gilt die flächendeckende Kurzparkzone im Stadtgebiet werktags von 9 bis 22 Uhr. Geht es nach der Volkspartei, soll in Liesing damit schon um 19 Uhr Schluss sein.
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"Liesing ist ein Außenbezirk und nicht die Innenstadt. Eine Kurzparkzone bis 22 Uhr passt hier einfach nicht. Wir wollen eine Regelung mit Hausverstand, die unsere Wirte und die lokale Wirtschaft nicht unnötig belastet", sagt ÖVP-Liesing-Obmann Patrick Gasselich.
Regelung trifft Gastronomie hart
Prominente Unterstützung kommt vom traditionsreichen Gasthaus Koci in Inzersdorf. Betreiber Walter Reuter ist die Kurzparkzone schon lange ein Dorn im Auge, die gerade am Abend seinen Gästen den Lokalbesuch erschwert. Denn wer nach der Arbeit mit Kollegen oder in familiärer Runde auf ein Essen bei ihm vorbeischauen möchte, muss sich mit Parkgebühren und dem ständigen Blick auf die Uhr plagen.
Markus Fiala, Wirtschafts-Bezirksrat (ÖVP), stärkt Reuter den Rücken: "Wer am Abend zum Wirten geht, soll sich nicht Gedanken machen müssen, ob er dafür noch einen Parkschein braucht. Wir wollen, dass die Menschen nach 19 Uhr wieder unkompliziert in Liesing unterwegs sein können."
Das Gasthaus Koci ist seit Jahrzehnten ein beliebter Treffpunkt im Grätzl. Nach der Übernahme 2016 wurde der Betrieb mit seinem charmanten Schanigarten an der Draschestraße mit neuem Leben versehen - unter anderem durch regelmäßige Veranstaltungen sowie Musikabende. Kulinarisch wird den Besuchern gutbürgerliche Küche wie Wiener Schnitzel, Tafelspitz oder Spareribs geboten.
Infos zur Wiener Kurzparkzone
Die flächendeckende Kurzparkzone gilt seit März 2022 in ganz Wien. Wer kein Parkpickerl für den eigenen Bezirk besitzt, darf mit Parkschein oder per Handyparken höchstens zwei Stunden an ein- und derselben Stelle stehen. Die Gebührenpflicht endet wochentags aktuell um 22 Uhr.
Das Parkpickerl erhält man ausschließlich für jenen Bezirk, in dem man seinen Hauptwohnsitz hat, wobei die sogenannte Parkometerabgabe in allen Bezirken einheitlich 13 Euro pro Monat kostet.