Extrem-Kalorienkiller

Bis zu 1.000 Kalorien: So wird Ihre Wanderung zum Fettverbrenner

© Getty Images
Jetzt beginnt die schönste Zeit für Outdoor-Fans: Spätsommer und Herbst locken mit angenehmen Temperaturen und idealem Wanderwetter. Doch Wandern ist nicht nur Balsam für die Seele, es ist auch eine absolute Geheimwaffe gegen überflüssige Kilos.
Zur Vollversion des Artikels

Wer an effektives Abnehmen denkt, hat oft schweißtreibendes Joggen oder harte HIIT-Workouts im Kopf. Dabei wird eine der natürlichsten Fortbewegungsarten des Menschen oft völlig unterschätzt. Eine einfache Wanderung in den Bergen beansprucht den gesamten Körper, schont aber gleichzeitig die Gelenke. Wer es richtig angeht, kann sogar bis zu 1.000 Kalorien verbrennen.

Fatburner Wandern

Schon bei einer gemütlichen Tour verbrennt ein Erwachsener rund 300 bis 400 Kilokalorien pro Stunde. Wer das Ganze jedoch sportlicher angeht, sprengt schnell die Marke von 500 bis 600 Kalorien pro Stunde. Eine ausgedehnte Herbstwanderung von zwei bis drei Stunden wird so ganz mühelos zum 1000-Kalorien-Workout. Wie hoch der Kalorienverbrauch tatsächlich ausfällt, haben Sie selbst in der Hand. So wird Ihre Wanderung zum ultimativen Fettkiller:

Suchen Sie die Steigung

© Getty Images

Der flache Waldweg ist schön, aber die wahren Kalorien purzeln erst, wenn es bergauf geht. Jedes Mal, wenn Sie sich gegen die Schwerkraft nach oben drücken, muss die Bein- und Gesäßmuskulatur Schwerstarbeit leisten. Faustregel: Zu Ihrem normalen Grundverbrauch kommen pro 100 Höhenmetern im Aufstieg gut und gerne 100 bis 150 Extra-Kalorien hinzu.

Der Rucksack-Trick („Rucking“)

Das sogenannte "Rucking" (Gehen mit Zusatzgewicht) ist ein massiver Fitness-Booster. Jeder Liter Wasser und jede Jause auf dem Rücken zwingt Ihren Körper, mehr Energie aufzuwenden. Die sportwissenschaftliche Pandolf-Gleichung belegt, dass der Kalorienverbrauch schon bei 5 bis 10 Kilogramm Gepäck exponentiell in die Höhe schießt. Ihr Puls steigt, der Körper arbeitet härter und die Fettverbrennung läuft auf Hochtouren.

Runter vom Asphalt, ab ins Gelände

Verlassen Sie befestigte Wege. Auf Asphalt zu gehen, ist für den Körper Routine. Wenn Sie jedoch über Schotter, Geröll, feuchten Herbstboden oder Wurzelwege kraxeln, verändert sich das Ganze. Der sogenannte "Terrain-Faktor" sorgt dafür, dass Ihre Tiefenmuskulatur ständig Ausgleichsbewegungen leisten muss, um die Balance zu halten. Das fordert nicht nur die Konzentration, sondern verbrennt locker 10 bis 20 Prozent mehr Kalorien.

Das Tempo variieren

Sie müssen nicht gleich zum Trailrunner werden, aber spielen Sie mit Ihrer Geschwindigkeit. Bauen Sie auf flacheren Passagen kleine Intervalle ein, in denen Sie für einige Minuten zügig durchziehen und dann wieder Ihr normales Tempo aufnehmen. Diese Wechsel pushen die Herzfrequenz und sorgen oft sogar für den begehrten Nachbrenneffekt, bei dem Ihr Körper auch auf der Heimreise im Auto noch fleißig Kalorien verbrennt.

Trekkingstöcke als Turbo-Antrieb

© Getty Images

Wer denkt, Stöcke seien nur etwas für Senioren, irrt gewaltig. Richtig angewandt (ähnlich wie beim Nordic Walking), verlagern Trekkingstöcke einen Teil der Anstrengung auf den Oberkörper. Plötzlich trainieren Sie Schultern, Arme und den oberen Rücken intensiv mit. Aus dem reinen Beintraining wird ein echtes Ganzkörper-Workout, das den Energieumsatz noch einmal drastisch steigert.

Es gibt kaum eine bessere, und vor allem schönere, Methode, um fit zu werden, abzunehmen und Stress abzubauen.