Es gehe darum, den Wirtschaftsstandort zu stärken, erklärte Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) am Montag vor Journalisten. Die Regierung hat am Wochenende bekanntgegeben, 500 Millionen Euro für eine "Sanierungsoffensive" ab 2027 zur Verfügung zu stellen. Stocker nannte nun Details.
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360 Millionen Euro waren bereits budgetiert, 140 Millionen Euro kommen nun "oben drauf". Finanziert werde das durch das Umwelt- sowie das Wirtschaftsministerium, so Stocker.
Laut Stocker können mit dem Fördervolumen voraussichtlich rund 60.000 Förderanträge abgewickelt werden. Der Kanzler rechnet also nicht mit einem schnellen Ausschöpfen des Volumens. 2026 gab es 360 Mio. Euro für die thermische Sanierung und den Heizungstausch. Die Fördermittel waren allerdings bereits zur Jahreshälfte aufgebraucht.
Bis zu 5.000 Euro werden gefördert
Bis zu 5.000 Euro werden übrigens gefördert: Für neue, energieeffizientere Fenster gibt es bis zu 4.000 Euro. Wer eine zusätzliche Außenbeschattung (bspw. Rollläden) anbringt, bekommt dazu noch 1.000 Euro, also insgesamt 5.000 Euro. Maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten sind möglich.
Wer beispielsweise sein Einfamilienhaus auf eine erneuerbare Fernwärmversorgung anschließt, kann mit bis zu 4.000 Euro rechnen. Bei einem mehrgeschossigen Wohngebäude gibt es bis zu 100 Euro pro Quadratmeter, der umfassend saniert wird. Wer zusätzlich die Fassade begrünt, erhält einen Zuschlag von 150 Euro pro Quadratmeter.
Stocker: Es braucht "zusätzliche Anstrengungen"
Stocker betonte, dass auch Mieterinnen und Mieter durch geringere Energiekosten davon profitieren würden.
Die "Sanierungsoffensive" sei laut dem Kanzler jedenfalls nur ein einzelner Impuls. Für eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes brauche es noch "zusätzliche Anstrengungen".