Der legendäre US-Modedesigner Bob Mackie ist am 14. September im Alter von 87 Jahren gestorben. Zunächst hieß es, der Emmy- und Tony-Preisträger sei an einer Lungenentzündung gestorben. Doch laut einem Bericht von "Us Weekly" nennt seine Sterbeurkunde eine weitere Ursache: Mackie erlitt bei einem Sturz ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und eine Subarachnoidalblutung, also eine Blutung im Raum zwischen Gehirn und Hirnhäuten.
Sturz wenige Tage vor seinem Tod
Wie aus dem Bericht hervorgeht, stürzte Mackie wenige Tage vor seinem Tod in einem Haus in Palm Springs. Dort hielt er sich im Gästehaus seines langjährigen Design-Direktors Joseph McFate auf.
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Seine Vertreter bestätigten gegenüber "Us Weekly", dass Mackie dort wohnte und beim Sturz eine medizinische Fachkraft anwesend war. Außerdem habe er sowohl vor als auch nach seinem Krankenhausaufenthalt an einer Lungenentzündung gelitten.
Mackies Asche wurde am 17. September beigesetzt beziehungsweise verstreut – laut Bericht im Meer vor der Küste von San Diego.
Er entwarf für Marilyn Monroe und Cher
Bob Mackie gehörte zu den bekanntesten Kostüm- und Modedesignern Hollywoods. Im Laufe seiner mehr als fünf Jahrzehnte umfassenden Karriere entwarf er Kleidung für zahlreiche Stars, darunter Marilyn Monroe, Cher, Madonna, Tina Turner, Diana Ross, Barbra Streisand und Liza Minnelli.
Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt die Skizze für jenes Kleid, das Marilyn Monroe 1962 bei der Geburtstagsfeier von US-Präsident John F. Kennedy in New York trug. Auch Chers glamouröse Bühnenoutfits mit glitzernden Stoffen und aufwendigen Schnitten wurden zu seinem Markenzeichen.
Mehrfach ausgezeichnet
Mackie war 32-mal für einen Emmy nominiert und gewann die Auszeichnung neunmal. Für seine Arbeit an "The Cher Show" erhielt er 2019 einen Tony Award sowie weitere Theaterpreise.
Dreimal wurde er außerdem für einen Oscar nominiert, unter anderem für seine Kostüme in "Lady Sings the Blues" und "Funny Lady". 1999 widmete ihm das Museum des Fashion Institute of Technology in New York eine große Retrospektive.
Auf seinem Instagram-Account wurde nach seinem Tod an seinen Lebenstraum erinnert: Er habe immer Modedesigner und Kostümbildner werden wollen. Seine außergewöhnlichen Kreationen würden weiterleben und auch künftig Menschen begeistern.