Alter Spruch

"Bringt St. Gorgon Regen …" - Bauernregel warnt vor nassem Herbst

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Ein alter Spruch prophezeit für den Herbst düstere Zeiten, sollte es am Tag von Sankt Gorgon regnen. Steht Österreich nun wirklich vor nassen Wochen und verlorenen Ernten?
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"Bringt St. Gorgon Regen, folgt ein Herbst mit bösen Wegen" – sollte es am Mittwoch also nass werden, droht laut Bauernkalender ein "Herbst mit bösen Wegen". Eine weitere Variante des Spruchs sagt: "Regnet es am Sankt Gorgons Tag, geht dir Ernte verloren bis auf den Sack." Diese Sprüche beschreiben weniger ein reines Wettergefühl, sondern spiegeln die damaligen Probleme der Landwirtschaft wider. Aufgeweichte Wege nach dem Regen machten Feldarbeiten extrem mühsam, zudem verzögerte Nässe das Einbringen von Feldfrüchten und Getreide. Feuchtigkeit barg das Risiko, dass die Ernte nicht schnell genug trocknete und letztlich verdarb.

Ausmaß entscheidet über die Ernte

Vor diesem Hintergrund ist die drastische Warnung vor Ernteverlusten zu verstehen, auch wenn sie bewusst zugespitzt ist. Ein einzelner Regentag vernichtete nicht automatisch die gesamte Ernte. Entscheidend waren vielmehr die Stärke und Dauer der Niederschläge, die Bedingungen in der jeweiligen Region sowie der exakte Reifegrad der Pflanzen.

Sechs Wochen schönes Herbstwetter möglich

Neben den warnenden Worten existiert auch eine positive Variante der Regel: "Ist Gorgon schön, bleibt’s noch sechs Wochen schön." Tatsächlich kann ein freundlicher Tag Anfang September mit einer stabilen Hochdrucklage zusammenfallen. Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch schließen, dass das gute Wetter eineinhalb Monate anhält, da sich gerade im Frühherbst Hoch- und Tiefdruckgebiete häufig rasch abwechseln.

So wird das Wetter am Mittwoch

Am kommenden Mittwoch zieht jedenfalls laut Wetterdienst "GeoSphere Austria" dann eine Kaltfront von Westen nach Österreich. In Tirol und Vorarlberg startet der Tag oft schon bewölkt und es regnet immer öfter, teils sind auch kräftige Schauer dabei. Weiter östlich zeigt sich zunächst die Sonne, bevor sich ausgehend vom Bergland Wolkenfelder ausbreiten. Am Nachmittag bringt die Kaltfront im Westen langanhaltenden Regen, während im Süden und Osten die Gewitterneigung ansteigt. Der Wind dreht auf West und weht mäßig bis lebhaft, bei Frühtemperaturen von 12 bis 20 Grad und Tageshöchstwerten von 18 bis 31 Grad – am wärmsten wird es ganz im Osten.