Acker vs. Serverpark

Bürgeraufstand gegen KI-Fabrik: 3.000 Stettner kämpfen um ihre Felder

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Ein geplantes Rechenzentrum auf 4,3 Hektar Ackerfläche sorgt in Stetten (Bezirk Korneuburg) für heftige Diskussionen. Das Projekt würde eine Fläche von rund sechs Fußballfeldern umfassen. Dagegen regt sich nun heftiger Widerstand.
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Vor einem Monat gründete Markus Weigl eine Bürgerinitiative. Die Petition "Keine Umwidmung ohne Antworten" zählt bereits rund 3.000 Unterstützer. Die Initiative fordert mehr Informationen und klare Regeln für das Vorhaben. "Ich möchte, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen klar sind und Ressourcenverbrauch sowie Abwärme ökologisch verträglich gestaltet werden", sagt Weigl.

Gemeinde hält sich bedeckt

Ein Beschluss zur Umwidmung liegt noch nicht vor. Bürgermeister Thomas Windsor-Seifert (SPÖ) betont, das Projekt befinde sich erst in einer frühen Prüfphase. Ob das Rechenzentrum überhaupt gebaut wird, sei derzeit offen.

Expertin ortet Gesetzes-Lücken

Rechenzentren gelten als Rückgrat von KI, Online-Banking und digitalen Diensten. Laut Ivona Brandic von der TU Wien könnten sie Vorteile bringen, etwa durch die Nutzung von Abwärme zum Heizen.

Gleichzeitig sieht die Expertin politischen Nachholbedarf: "Die Technologie ist da, die Gesetze hinken aber noch hinterher." Umweltstandards und klare Regeln müssten rascher geschaffen werden.

Boom in Niederösterreich

Neben Projekten in Stetten sind weitere Rechenzentren unter anderem in Leopoldsdorf, Achau, Kottingbrunn und Zistersdorf geplant oder bereits umgesetzt. Die Debatte über Nutzen, Umweltfolgen und Flächenverbrauch dürfte daher erst begonnen haben.