Es sei das erste Mal gewesen, dass so eine Indiskretion aus seinem eigenen Team – Minister und Staatssekretäre – lanciert worden sei, sagt ein ausgewiesener SPÖ-Kenner leicht ratlos. Dass eine überwiegende Mehrheit der SPÖ-Länderchefs Andreas Babler für nicht mehr geeignet hält die SPÖ in die nächste Wahl zu führen, ist ein offenes Geheimnis in der SPÖ.
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Fast ebenso viele, sind freilich auch der Meinung, dass es eine „baldige Rochade geben müsste, damit die SPÖ nicht unwiderruflich untergehe.
Babler selbst trommelte jedenfalls am Mittwoch um 15 Uhr seine Regierungsriege in der Löwelstraße zusammen. Tags davor – und das sei ungewöhnlich, so mehrere Rote – habe er erst zu dieser Sitzung eingeladen und damit Ablösegerüchte überhaupt erst genährt.
Am Mittwoch dürfte er dann wieder einmal über Medien gelästert haben, um dann "Geschlossenheit" und mehr Engagement von seinem "Team" einzufordern. Was wohl als Seitenhieb gegen einzelne seiner Ministerinnen und Minister zu verstehen gewesen sei. Der als sein Nachfolger gehandelte SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer dementierte zu übernehmen.
Bablers Plan B um Zeiler zu verhindern
Plan B. Tatsächlich dürfte "Bablers Plan B" aufrecht sein. Sobald der Finanzminister grünes Licht – das könnte einige Wochen dauern – von seinen Ärzten erhalte, könnte es zur Rochade kommen: Babler Minister und Parteichef, Marterbauer Vizekanzler. Eine Variante, die er erdacht habe um Top-Manager Gerhard Zeiler zu verhindern. Er wäre als Vizekanzler und SPÖ-Chef zur Verfügung gestanden. Hat aber keine Mehrheit in dieser SPÖ. Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim garantierte im oe24.TV-Interview hingegen, dass Babler auch noch im Jänner Vizekanzler und Parteichef ist.