Uneinigkeit

CO2-Speicher NÖ: Streit ums Marchfeld

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Die Regierung plant, die unterirdische CO2-Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) zu erlauben, um die Klimaziele zu erreichen. CO2 soll dabei in erschlossenen Öl- und Gaslagerstätten gespeichert werden.
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Christian Schützenhofer vom Austrian Institute of Technology (AIT) sagt mit Blick auf Niederösterreich gegenüber ORF NÖ: "Das Marchfeld gilt als geeignetes Gebiet." Zudem gebe es für Sektoren wie die Zementindustrie keine andere Lösung als CCS.

Während die Industrie den Vorstoß begrüßt, übt Greenpeace Kritik. Jasmin Duregger warnt: "CCS ist keine Klimaschutz-Lösung, sondern eine extrem teure Scheinlösung mit Ablaufdatum." Schützenhofer entgegnet, der Ausbau von Erneuerbaren Energien habe zwar Priorität, ergänzt jedoch: "Aus wirtschaftlicher Perspektive wird man aber um CCS nicht herumkommen." Die Technologie gelte zudem als sicher. Gernot Tritthart (Zementindustrie) unterstützt die Pläne, denn es werde "beim Brennvorgang von Zement CO2 emittiert und das ist nicht vermeidbar".

Langer Prozess und offene Finanzierung

Bis zur tatsächlichen Nutzung von CCS in Österreich würden jedoch noch etwa zehn Jahre vergehen, da erst ein Pipelinenetz aufgebaut werden müsse. Dessen Finanzierung ist noch völlig offen. Während Greenpeace den Einsatz von Steuergeldern befürchtet, schlägt Tritthart vor: "Man könnte eine Gebühr für den Gebrauch einheben, wie bei einem Kanal."