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Die besten Winterreifen 2026/27 - sicher unterwegs bei Schnee und Eis

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Nur noch 4 mm? Spätestens bei dieser abgefahrenen Profiltiefe sind neue Winterreifen fällig. Zudem gilt ab 1. November wieder die Winterreifenpflicht. Daher ist es jetzt höchste Zeit, dem Auto neue Gummis zu gönnen. Ein Blick auf aktuelle Tests hilft bei der Auswahl.
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Mit Profil im Vorteil

Das Einhalten der 4-mm-Grenze ist keine Empfehlung, sondern vorgeschrieben. Eine ausreichende Profiltiefe sorgt nicht nur für besseren Grip auf Schnee, sondern verringert auch das Risiko von Aquaplaning auf nassen Straßen. Hendrik, den die Begeisterung für Automobile und Heimwerken bereits seit seiner Kindheit begleitet, beschäftigt sich seit rund 40 Jahren mit dem Schrauben und bringt seine langjährige Erfahrung auch in seine journalistische Arbeit ein. Als Autor informiert er unter anderem über Werkzeuge und Autothemen, die er häufig aus eigener Praxis kennt.

Allerdings gilt die Winterreifenpflicht für Pkw und Transporter bis 3,5 t nur bei Schnee, Schneematsch und Eis. Hingegen müssen Lkw über 3,5 t und Busse ab 1. November generell mit Winterreifen ausgerüstet sein, also unabhängig vom Wetter.

Eigenschaften im Visier

Winterreifen sollen eine ganze Reihe von Eigenschaften unter einen Hut bekommen. Die Fachzeitschriften und der ÖAMTC achten bei ihren Tests vor allem auf:

·         Fahrverhalten bei trockener Fahrbahn

·         Fahrverhalten bei nasser Fahrbahn

·         Fahrverhalten bei winterlicher Fahrbahn

·         Laufleistung

·         Rollwiderstand

·         Geräuschentwicklung

·         Nachhaltigkeit

Winterreifen auf der Teststrecke

Der ÖAMTC hat für die Saison 2026/27 insgesamt 16 Winterreifen der Größe 185/65 R15 getestet. Diese Dimension passt etwa zum VW Polo, dem Opel Corsa oder dem Renault Clio. Für die Gesamtnote wurden die Fahreigenschaften zu 70 Prozent gewichtet, die Umweltbilanz macht 30 Prozent aus. Auf dem Siegertreppchen finden sich:

·         Platz 1: Continental WinterContact TS 870 (Note 2,2)

·         Platz 2: Michelin Alpin 7 (Note 2,5)

·         Platz 3: Hankook Winter i*cept RS3 (Note 3,1)

Ein Überraschungscoup gelang dem Sport Master Winter von Linglong mit Platz 4. Noch vor wenigen Jahren sortierte sich der chinesische Hersteller mit dem lustig klingenden Namen weit hinten bei den Testergebnissen ein. Diesmal ließ er Größen wie Goodyear, Bridgestone oder Nokian hinter sich. Die Chinesen sind dabei, sich vom Billig-Image zu lösen und damit dem Beispiel der Südkoreaner zu folgen. Jedoch sind nicht alle günstigen Fernost-Reifen zu empfehlen. Marken wie Sunny oder Rockblade versagen im genannten Test bei Nässe und Schnee. Dem Rockblade hilft es in der Gesamtbilanz nicht, dass er auf Schnee das beste Einzelergebnis unter den 16 Winterreifen schafft.

Ebenfalls nach gleichem Schema geprüft: Die Größe 225/50 R17, geeignet zum Beispiel für den 3er-BMW oder die C-Klasse von Mercedes. Alle 16 Reifen stammen aus der Geschwindigkeitsklasse V, die bis 240 km/h reicht. Der Sieger kommt diesmal aus Italien:

·         Platz 1: Pirelli Cinturato Winter 3 (Note 2,2)

·         Platz 2: Continental WinterContact TS 870 (Note 2,3)

·         Platz 3: Goodyear UltraGrip Performance 3 (Note 2,4)

Auch hier markieren eher unbekannte Marken mit fantasievollen Namen wie Royal Black oder Sunwide das Ende des Testfelds. Der ÖAMTC sieht sie in puncto Fahrsicherheit im roten Bereich.

Die Auto Bild kommt bei der Größe 225/55 R 18 zu ähnlichen Ergebnissen wie der Automobilclub. Der Hankook Winter i*cept evo 4 erobert Platz 1, gefolgt vom Pirelli Cinturato Winter 3. Den dritten Platz kann der Michelin Pilot Alpin 5 für sich verbuchen.

Möglichst ohne Ausreißer nach unten

Die Ausgewogenheit ist entscheidend bei der Wahl eines guten Winterreifens. Schlechtere Modelle punkten zwar hier und da, versagen aber in anderen wichtigen Disziplinen. Die Konstruktion eines Reifens ohne nennenswerte Schwächen ist mit viel Aufwand verbunden. Deshalb erhalten meist namhafte Hersteller wie Continental, Michelin oder Goodyear in Tests die besten Bewertungen. Doch nicht immer muss ein Nachteil in der Praxis zum Tragen kommen. Wer etwa wenig fährt, kann auch mit einem günstigen Reifen geringer Laufleistung glücklich werden, wenn dieser ansonsten gut abschneidet. Für Vielfahrer kann sich ein teurer, aber besonders haltbarer Reifen am Ende rechnen.

Symbolik mit Bedeutung

Auf der Reifenflanke eines Winterreifens sollte sich das Alpine-Symbol befinden. Es zeigt drei Bergspitzen und eine Schneeflocke. International ist die Bezeichung 3PMSF für Three-Peak Mountain Snowflake üblich. Solche Reifen erfüllen die Mindestanforderungen an Winterqualitäten, im Gegensatz zur M+S-Kennzeichnung. Das M+S-Zeichen ist an keine Bedingungen gebunden; es hat daher keine Aussagekraft. Theoretisch könnte es auch auf einem Sommerreifen prangen.

Im Unterschied zum Sommerreifen

Winterreifen haben eine weichere Gummimischung als Sommerreifen, um auch bei Minusgraden noch geschmeidig zu sein. Ein weiteres Merkmal sind die Lamellen in der Lauffläche. Diese feinen Einschnitte sorgen auf Schnee für eine bessere Verzahnung mit dem Untergrund. Grobstolliges Profil mit mäßigem Fahrkomfort ist dank der Lamellen-Technik längst Vergangenheit.

V-Profil dominiert

Weitgehend durchgesetzt hat sich auch das V-Profil. Es leitet Nässe besser seitwärts ab und bringt mehr Traktion auf Schnee. Der Reifen ist mit diesem Profiltyp aber an eine feste Laufrichtung gebunden, darauf ist bei der Montage zu achten. Das V-Profil beschränkt sich nicht auf Winterreifen. Es findet sich auch bei Sommer- und Ganzjahresreifen.

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