Wahlanalyse

Die Krise der CDU: Bei jungen Wählern nur noch 8 %

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Diese Daten zeigen eine dunkelschwarze Zukunft, wenn nicht ein Gegensteuern gelingt: In Berlin kam die CDU bei den 16- bis 24-jährigen Wählern auf nur noch acht Prozent, knapp vor der SPD mit sieben Prozent. Bei der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern waren es nur zwei Prozent.
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Zwei Wahlen an einem Sonntag, ein und dieselbe Botschaft: Die CDU verliert die Jugend. In Berlin unterliegt sie der Linken klar, in Mecklenburg-Vorpommern scheitert sie mit 4,9 Prozent erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik an der Fünf-Prozent-Hürde und fliegt aus einem Landtag. Bundeskanzler Friedrich Merz nannte das Ergebnis ein "Desaster". Der Blick in die Altersgruppen zeigt, warum diese Bewertung keinesfalls übertrieben ist.

In Mecklenburg-Vorpommern wählten von den 16- bis 24-Jährigen nur zwei Prozent die CDU – so viele wie die FDP, die dort unter "Sonstige" verschwindet. Vorne liegen AfD mit 34 bis 37 Prozent und die Linke mit 19 bis 24 Prozent. Die SPD folgt nur auf Platz drei. Auch bei den 25- bis 44-Jährigen bleibt die Union bei etwa drei Prozent, berichtet die WELT.

Ihr bestes Ergebnis holt die CDU bei den Über-70-Jährigen – und selbst dort nur acht Prozent. Die SPD gewinnt mit dem Alter: Bei den Wählern über 70 kommt sie auf 52 Prozent und liegt als einzige Altersgruppe vor der AfD. Männer wählen konservativer als Frauen; unter Frauen liegt die SPD vor der AfD, Rot-Rot-Grün hätte dort eine komfortable Mehrheit.

Gute Werte nur bei den älteren Wähler

In Berlin sehen die Fakten ähnlich aus: Unter den 16- bis 24-Jährigen kommt die CDU auf acht Prozent, knapp vor der SPD mit sieben Prozent. Beide Parteien erreichen ihre besten Werte bei den Älteren. Bei den Wählern über 70 wird die Union mit 34 Prozent stärkste Kraft, die SPD kommt auf 20 Prozent.

Der eigentliche Sieger bei den jungen Wählern ist Die Linke: 43 Prozent bei den 16- bis 24-Jährigen, 48 bis 49 Prozent bei den 25- bis 34-Jährigen. In dieser Gruppe hätte sie theoretisch die absolute Mehrheit. Erst ab 45 Jahren verliert sie den ersten Platz. Bei Erstwählern liegt sie bei 39 Prozent. Junge Frauen wählen noch deutlicher links: 51 Prozent der unter 25-jährigen Wählerinnen stimmten für Elif Eralp.

Und hätten in Berlin nur Frauen gewählt, wäre der Vorsprung der Linken auf die CDU noch größer ausgefallen.

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