Standort

Diesen Fehler machen viele: Hier sollten Sie Ihren Ventilator niemals aufstellen

© Getty Images
Viele stellen ihren Ventilator genau dort auf, wo er die Hitze sogar noch verstärken kann. Diese Fehler sollten Sie an heißen Tagen vermeiden.
Zur Vollversion des Artikels

Sobald die Temperaturen Richtung 30 Grad und darüber klettern, läuft der Ventilator in vielen Haushalten auf Hochtouren. Doch so praktisch die Geräte auch sind: Nicht jeder Standort sorgt tatsächlich für Abkühlung. Im Gegenteil. Manchmal verteilt der Ventilator die Hitze sogar noch besser im Raum oder sorgt nachts für unangenehme Beschwerden. Deshalb kommt es nicht nur darauf an, dass ein Ventilator läuft, sondern auch wo er steht.

Fehler Nummer 1: Heiße Luft von draußen hereinblasen

© Getty Images

Tagsüber sollten Fenster möglichst geschlossen bleiben und zusätzlich verdunkelt werden. Ein häufiger Fehler besteht darin, den Ventilator vor ein geöffnetes Fenster zu stellen und warme Außenluft ins Zimmer zu befördern. Das Ergebnis: Die Hitze verteilt sich noch schneller in der Wohnung. Anders sieht es in den frühen Morgenstunden oder spät am Abend aus. Dann kann ein Ventilator vor einem geöffneten Fenster sinnvoll sein – allerdings nur dann, wenn die Außenluft tatsächlich kühler ist als die Raumluft.

Fehler Nummer 2: Den Ventilator auf die Fensterbank stellen

© Getty Images

Ja, auch bei geschlossenem Fenster ist die Fensterbank kein idealer Platz. Das Fensterglas wird durch die Sonneneinstrahlung stark aufgeheizt und gibt diese Wärme an die Umgebung ab. Der Ventilator verteilt die warme Luft anschließend im ganzen Raum.

Fehler Nummer 3: Direkt neben das Bett stellen

© Getty Images/iStockphoto

Viele schlafen im Sommer mit laufendem Ventilator. Grundsätzlich spricht nichts dagegen. Problematisch wird es allerdings, wenn der Luftstrom die ganze Nacht direkt auf Gesicht oder Körper gerichtet ist.

Dadurch können Schleimhäute austrocknen, die Augen gereizt werden oder man wacht mit einem trockenen Hals auf. Manche Menschen klagen außerdem über verspannte Nacken- oder Schultermuskeln nach einer Nacht im direkten Luftzug. Besser ist es, den Ventilator etwas weiter entfernt aufzustellen und den Luftstrom nicht direkt auf das Bett auszurichten.

Ab 39 Grad wird auch der Ventilator zum Problem

Was viele nicht wissen: Ein Ventilator kann nicht unbegrenzt kühlen. Steigen die Umgebungstemperaturen auf etwa 39 Grad oder mehr, wird die Luft selbst so heiß, dass der Ventilator den Körper kaum noch entlastet. Im schlimmsten Fall kann der warme Luftstrom den Körper zusätzlich belasten, weil keine effektive Abkühlung mehr stattfindet. Bei extremer Hitze sind deshalb zusätzliche Maßnahmen wie ausreichend trinken, Schatten, kühle Räume oder feuchte Tücher besonders wichtig.

Hier steht der Ventilator besser

Der optimale Platz befindet sich häufig in Bodennähe. Dort sammelt sich meist die kühlste Luft im Raum. Ein Ventilator kann diese Luft besser verteilen und so für ein angenehmeres Raumklima sorgen.

Auch ein Standort in Türnähe kann sinnvoll sein, vor allem dann, wenn aus einem kühleren Flur oder einem schattigen Nachbarraum Luft nachströmen kann.

So nutzen Sie den Ventilator richtig

Die wichtigste Regel lautet: Der Ventilator sollte möglichst kühle Luft bewegen, nicht warme. Deshalb lohnt es sich, die kühleren Morgenstunden auszunutzen. Dann kann das Gerät vor einem geöffneten Fenster oder einer Terrassentür frische Luft in den Raum transportieren.

Sobald es draußen wärmer wird als drinnen, heißt es dagegen: Fenster schließen, abdunkeln und die kühlere Raumluft im Inneren zirkulieren lassen. Denn manchmal entscheidet nicht die Leistung des Ventilators über die Abkühlung, sondern einfach der richtige Standort.