Truck wurde gestürmt

DIESE Strafe droht dem Strom-Saboteur

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Nach mehreren mutmaßlichen Anschlägen auf das deutsche Stromnetz läuft die Fahndung nach Daniel V. auf Hochtouren. Nun stürmte ein SEK seinen auffälligen Truck – doch der Gesuchte war nicht darin.
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Die Ermittler hatten den auffälligen Lastwagen des Gesuchten entdeckt. Daraufhin schlugen die Spezialkräfte zu und stürmten das Fahrzeug.

Doch der Zugriff brachte nicht den erhofften Erfolg: Daniel V. war nicht im Truck. Die Einsatzkräfte durchsuchten das Fahrzeug anschließend nach möglichen Spuren.

Der Mann bleibt damit verschwunden. Zuvor hatten Ermittler bereits sein Haus in Gevelsberg durchsucht – auch dort trafen sie ihn nicht an.

Mehrseitiges Bekennerschreiben

Auf Daniel V. aufmerksam wurden die Ermittler durch ein mehrseitiges Schreiben, das mit seinem vollständigen Namen unterschrieben sein soll.

Darin behauptet der 49-Jährige, für mehrere Sabotageakte an Stromanlagen verantwortlich zu sein. Unter anderem nennt er die Kraftwerke Jänschwalde, Boxberg und Schwarze Pumpe.

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"Hallo, Leute! Ich bin der, der Kurzschlüsse im Stromnetz rund um die Kraftwerke 'Jänschwalde', 'Boxberg' und 'Schwarze Pumpe' verursacht hat", soll es darin heißen.

Auch weitere Orte in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg werden in dem Schreiben genannt. Als Motiv soll der Verfasser seinen Kampf gegen die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern nennen.

Ob Daniel V. tatsächlich hinter allen genannten Taten steckt, ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Die Ermittler müssen auch prüfen, ob es sich möglicherweise um einen Trittbrettfahrer handelt.

Schwere Vorwürfe

Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen der Störung öffentlicher Betriebe, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und der Zerstörung wichtiger Arbeitsmittel. Auch der Verdacht der Bildung einer terroristischen Vereinigung steht im Raum.

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Die Behörden halten sich zu den Details der Ermittlungen bislang zurück.

Bis zu zehn Jahre Haft möglich

Sollten sich die schwerwiegenden Vorwürfe bestätigen, könnte Daniel V. eine lange Haftstrafe drohen.

Nach Einschätzung des Strafrechtsexperten Gerhard Rahn ist insbesondere der Vorwurf der Störung öffentlicher Betriebe relevant. In einem besonders schweren Fall können dafür bis zu zehn Jahre Gefängnis verhängt werden.

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Bei mehreren nachgewiesenen Taten werden die Strafen außerdem zu einer Gesamtstrafe zusammengeführt. Diese darf grundsätzlich höchstens 15 Jahre betragen.

Eine Verurteilung gibt es bislang nicht. Daniel V. gilt weiterhin als Tatverdächtiger.

Fahndung läuft weiter

Trotz des SEK-Einsatzes bleibt die entscheidende Frage offen: Wo ist Daniel V.?

Sein Truck wurde gefunden, der Gesuchte selbst bleibt verschwunden. Die Polizei sucht weiter nach dem Mann, der sich in seinem Schreiben für mehrere Strom-Sabotageakte verantwortlich gemacht haben soll.