Experten sind völlig überrascht, denn eigentlich galt unsere Insektenwelt als komplett erforscht.
Das Prachtexemplar hört auf den Namen "Lucanus apollon" und wird bis zu fünf Zentimeter groß. Er ist der Cousin unseres bekannten heimischen Hirschkäfers.
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Wiener war federführend mit dabei
Die Entdeckung klingt wie ein Krimi. Der Wiener Student Jonas Kristl und sein französischer Kollege Gaëtan Flocon stolperten im Netz durch Zufall über Insekten-Fotos von Hobby-Naturforschern.
Der Sache wollten die Forscher nachgehen: Eine Sammelgenehmigung wurde eingeholt, die Reise geplant und endlich konnten weitere Exemplare gefunden werden.
Den Verdacht bestätigte sich schließlich in den Laboren des Naturhistorischen Museums in Wien: Es handelt sich sensationell um eine unbeschriebene Art, den ersten neuen europäischen Lucanus seit 180 Jahren.
Im Gegensatz zu den tropischen Regenwäldern, in denen noch Millionen unentdeckte Käferarten vermutet werden, gilt die Insekten- und Käferwelt in Europa als sehr gut erforscht. Umso sensationeller ist der Fund, wie das Naturhistorische Museum vermeldet.