Der börsennotierte Wiener Cateringkonzern DO&CO hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2026/27 (April-Juni) Umsatz und Ertrag auf Rekordwerte gesteigert. Das Konzernergebnis kletterte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 16,3 % auf 31,16 Mio. Euro. Der Umsatz legte um 5 % auf 642,11 Mio. Euro zu. Als Treiber nennt das Unternehmen eine anhaltend hohe Nachfrage im Premiumsegment, beim Airline-Catering und Events, sowie die Fußball-WM in Amerika, welche die Einbußen im Nahen Osten ausgeglichen habe.
In das erste Quartal fielen unter anderem das Champions-League-Finale in Budapest und mehrere Formel-1-Rennen, darunter jenes in Spielberg. DO&CO ist der offizielle und exklusive Gourmet-Catering-Partner für den Formel-1-Paddock-Club. Am 12. November werden die Halbjahreszahlen präsentiert, die wieder Rekorde sprengen könnten. Allerdings belasten der anhaltende Iran-Krieg und gestiegene Kerosin-Preise das Flugzeug-Catering-Geschäft, mit dem DO&CO am meisten verdient.
Weltweite Werbung: Trump im DO&CO-Container
Aus Sorge vor einem Attentat nahm US-Präsident Donald Trump nach dem NATO-Gipfel in Ankara einen Geheimflug. Zum Flieger rollte er versteckt in einem DO&CO-Container.
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DO&CO-Gründer und CEO Attila Doğudan sprach in der ZIB2 über den Coup, über das Foto, das weltweit auf Titelseiten war: "Für uns ist es gut, dass das Logo und die Marke sichtbar wird."
Im Interview warnte er aber auch vor einem wirtschaftlichen Niedergang Europas. Der Kontinent leide an Selbstüberschätzung und einer Art Dekadenz, sagte der Wirtschaftsprofi. Ohne eine Veränderung der Einstellung sei der "Verfall unaufhaltsam". Wenn man "schneller, fleißiger und innovativer ist, hat man größere Chancen zu wachsen, als wenn man nur das Bestehende verteidigen und nichts verändern möchte". Er sieht ein europäisches Problem bei der Einstellung. Man müsse den Wettbewerb offen nehmen, aber Europa sei hochmütig geworden.
Man müsse gemeinsam anpacken, dann sei ein Aufstieg möglich. Doch kaum einer traue sich öffentlich die Wahrheit zu sagen, dass man "ein bisschen schneller gehen müssen, ein bisschen innovativer sein müssen". Warum entstehen all die SpaceX und Microsoft woanders und nicht mehr in Europa? "Europa hat gar keine Leadership mehr in all diesen Bereichen".
"Wir nehmen österreichische Dienstleistungen und bringen diese rund um die Welt", sagt Dogudan: "Bei rund 2,5 Milliarden Euro Umsatz und 18.000 Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern. Wir machen die größten Sportveranstaltungen, mehr als 60 Fluglinien."
Auch DO&CO merke die wirtschaftlichen Unsicherheiten, die Fluglinien leiden, in der Formel 1 wurden die beiden Grands Prix in Bahrain und Saudi-Arabien abgesagt. Man versuche anderswo zu punkten, jetzt vor allem auch in den USA.