A400M-Stützpunkt

Drohnen-Absturz bei Luftwaffenbasis

Großeinsatz der Polizei beim Fliegerhorst Wunstorf, dem Stützpunkt der A400M-Transportflugzeuge der Bundeswehr: Östlich des Steinhuder Meers wurden Teile einer offenbar abgestürzten Drohne gefunden. Das niedersächsische Landeskriminalamt (LKA) ermittelt.
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Ein Großaufgebot der Polizei durchkämmt seit dem Morgen ein weitläufiges Gelände östlich des Steinhuder Meers. Anlass dafür ist der Fund von Trümmern einer offenbar abgestürzten Drohne – kaum einen Kilometer vom Fliegerhorst Wunstorf entfernt vom zentralen Stützpunkt der A400M-Transportflotte der Luftwaffe. Die Bundeswehr bestätigte die Nähe zum Militärflugplatz. Das Landeskriminalamt Niedersachsen (LKA) stuft den Vorgang als gefahrenabwehrrechtliche Maßnahme ein.

Das LKA erfuhr am späten Montagnachmittag von dem Fund. Wer die Teile entdeckt und gemeldet hat, wird nicht genannt. Seit Dienstagvormittag suchen zahlreiche Beamte in dem unbewohnten, offenen Moor- und Freigelände nach weiteren Bruchstücken. Einsatzkräfte arbeiten sich durch hohes Gras und Gestrüpp; das Gebiet ist groß, die gesuchten Teile können klein sein. Genau deshalb ist der Personaleinsatz so umfangreich.

Wichtiger Bundeswehr-Stützpunkt

Wunstorf gilt als einer der wichtigsten Luftwaffenstandorte Deutschlands. Dort sind die militärischen Transporter A400M stationiert, die unter anderem für Verlege- und Unterstützungsflüge genutzt werden. Ob die Drohne den Stützpunkt ausspähen sollte, ob es sich um einen verunglückten privaten Flug handelte oder um ein anderes Szenario, ist ungeklärt.

Die Teile wurden nach Angaben des LKA nicht direkt auf dem Militärgelände gefunden, sondern in deutlichem Abstand dazu. Dennoch rückt der Vorfall in ein politisches Umfeld, in dem Drohnen über kritischer Infrastruktur und militärischen Anlagen in Deutschland und Europa vermehrt für Unruhe sorgen.