Grazer Studie

E-Scooter: 392 Verletzte und ein Todesfall

© APA/GEORG HOCHMUTH
Eine aktuelle Studie der von besorgten Spitalsärzten zeigt, für wen, wann und warum E-Scooter so gefährlich sind. Alarmierend: Durchschnittlich sind die Opfer erst 12,8 Jahre alt!
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Stmk. Für die an der Medizinischen Universität Graz durchgeführte Studie unter Leitung von Dr. Margarita Eibisberger wurden alle Patienten ausgewertet, die zwischen 2017 und 2025 nach einem E-Scooter-Unfall an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendchirurgie in Graz behandelt wurden. Insgesamt flossen die Daten von 392 Kindern und Jugendlichen in die Analyse ein.

Nur 17 Prozent trugen einen Helm!

Die Auswertung dokumentierte insgesamt 620 Verletzungen. Dabei zeigte sich, dass 33 Prozent mehrere Verletzungen gleichzeitig erlitt, rund 13 Prozent sogar mehr als drei. Am häufigsten betroffen waren der Kopf- und Halsbereich sowie die oberen Extremitäten. Unter den Knochenbrüchen traten Unterarmfrakturen am häufigsten auf. Mehr als sieben Prozent der Kinder mussten operiert werden, rund jedes sechste Kind musste stationär aufgenommen werden. Ein Kind verstarb nach einer Kollision mit einem Auto an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

Viele der schweren Kopfverletzungen würden durch einen Helm vermutlich weniger schwer ausfallen - doch nur 17 Prozent trugen auch einen. Interessant wird sein, ob die neue Gesetzeslage, wonach Unter-16-Jährige verpflichtend einen tragen müssen,  in Zukunft zu weniger schlimmen Ergebnissen führt.

Meisten Roller-Unfälle sind Solo-Stürze

Weitere Details der aktuellen Studie: Das Durchschnittsalter der Verunfallten lag bei 12,8 Jahren, rund zwei Drittel der Verletzten waren Buben. Die überwiegende Mehrzahl der Unfälle war auf (Solo-)Stürze ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer zurückzuführen. Jeder zehnte Unfall ereignete sich bei einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug. Insgesamt entfielen fast 95 Prozent aller Unfälle auf diese beiden Unfallarten.

Besonders auffällig: Die Zahl der Verletzten sinkt nach den Sommerferien nicht – sie erreicht im September sogar ihren Höchststand, wenn die Kinder mit den Flitzern, die sie im Sommer egschenkt bekommen haben, zu Schule düsen...