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Erdbeben in Venezuela: Tiere aus Trümmern gerettet

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Nach den schweren Erdbeben im venezolanischen Bundesstaat La Guaira werden noch immer verletzte Haustiere aus den Trümmern gerettet. Im Feldkrankenhaus aus El Salvador werden neben der Versorgung der Bevölkerung auch Tiere behandelt.
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Auch das Tierheim "Nevado" ist seit der Katastrophe im Dauereinsatz. Mehr als 530 Tiere – überwiegend Hunde und Katzen – konnten seit den Erdbeben gerettet werden. Viele leiden unter Dehydrierung, Blutarmut oder Verletzungen.

Tierheim-Mitarbeiter Oscar Isa beschreibt das Leid der Streuner:
"Wenn es nach mir ginge, würde ich in meiner Freizeit mit einem Sack Futter herumgehen, denn es gibt so viele Tiere auf der Straße. Diese hier haben zum Glück genug zu fressen. Aber wenn ich die anderen sehe, frage ich mich: Wer kümmert sich um sie? Manchmal versuche ich gar nicht erst hinzusehen. Irgendetwas zieht Hunde zu mir. Wenn ein Tier zu dir kommt, du es streichelst und dann zurücklassen musst – das ist schwer, wirklich schwer."

Die Rettungsteams suchen vor allem nachts nach verschütteten Katzen. René Cardozo, Koordinator der Nevado-Mission, erklärt:
"Letzte Nacht haben wir fast 40 Kätzchen aus einem eingestürzten Haus gerettet. Nachts müssen wir die Gelegenheit nutzen, denn dann kommen die Kätzchen heraus. Tagsüber verstecken sie sich wegen der Hitze. Deshalb kommen viele mit Hitzeschäden und Dehydrierung zu uns."

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Viele Tiere haben ihre Besitzer verloren oder wurden nach der Katastrophe zurückgelassen.

Studentin Andrea Gomez hat deshalb eine Katze adoptiert:„ Ich bin heute hierhergekommen, um einem der Tiere, die auf der Straße gelandet sind, ein neues Leben zu schenken. So viele wurden verlassen oder ihre Besitzer können nicht gefunden werden. Traurigerweise haben sie ihre Familien verloren. Ich möchte ihnen ein Zuhause geben. Diese Tragödie betrifft uns alle, und nichts erfüllt mich mehr, als Tieren zu helfen und ihnen ein Zuhause zu schenken.“

Die Helfer:innen appellieren außerdem an die Bevölkerung, Haustiere nicht zurückzulassen. Tierheim-Mitarbeiterin Tania Molina sagt:
"Bitte lasst eure Tiere nicht in den Häusern zurück. Ich war in verlassenen Häusern, in denen noch Tiere eingeschlossen waren. Ich schiebe ihnen Futter und Wasser unter der Tür durch, aber es sind einfach zu viele. Sie gehören zu eurer Familie. Sie sollten bei euch bleiben. Allein schaffen wir das nicht."

Während die Rettungsarbeiten in den Erdbebengebieten weitergehen, hoffen die Helfer:innen, möglichst viele Tiere lebend zu bergen und für die geretteten Hunde und Katzen ein neues Zuhause zu finden.