Die künstliche Intelligenz ist die denkbar größte Revolution seit der industriellen Umwälzung des vorigen Jahrhunderts. Sie wird die Arbeitswelt verändern. Sie wird die Gesellschaft verändern. Und eines ist schon heute gewiss: Die Technologie hat sich allein in den letzten drei, vier Jahren rasanter gewandelt als in all den Jahrzehnten zuvor.
Es droht ein epochaler Umsturz. Die entscheidende Frage, die sich die Nationen der Welt stellen müssen, lautet: Wer ist betroffen? Wie viele Arbeitsplätze gehen verloren? Gibt es andere Arbeitswelten – oder nur leere Versprechen?
Auf diese Fragen gibt die Politik keine Antwort. Denn sie versteht die künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen nicht. Sie redet, wo sie handeln müsste. Sie beschwichtigt, wo Klarheit nötig wäre.
Natürlich birgt der Fortschritt Gefahren. Natürlich können Systeme, die ausschließlich auf künstlicher Intelligenz aufbauen, sich verselbstständigen. Aber am Ende muss gelten: Der Fortschritt dient dem Menschen – und nicht der Mensch dem Fortschritt. So wie der Mensch nicht für die Arbeit da ist, sondern die Arbeit für den Menschen. So wie die Wirtschaft dem Menschen zu dienen hat.
Wir müssen die künstliche Intelligenz so begreifen, dass sie für uns und für die breiten Massen nutzbar ist und einen entscheidenden Vorteil bringt. Die Politik hat die Pflicht, die Nachteile so gering wie möglich zu halten. Dann wird dieser Systemwechsel mehr Chancen bergen als Angst und Sorge.
Sonst bleibt uns nur die alte Wahrheit: Wer die Zukunft nicht gestaltet, wird von ihr überrollt.