Analyse
Experten erklären Klima-Gesetz
Mit ihren Kollegen wolle sie zu einer sachlicher und differenzierter geführten öffentlichen Debatte "zu diesem wichtigen Thema" beitragen, so Initiatorin und Klimaökonomin Sigrid Stagl.
"Wichtig ist uns dabei, zu erklären und einzuordnen, ohne selbst Position zu beziehen", sagte die Forscherin von der Wirtschaftsuniversität Wien zur APA. Weitere Autoren sind etwa Karl Steininger (Universität Graz), Helga Kromp-Kolb (Boku Wien), Leonhard Dobusch (Universität Innsbruck) oder Klaus Weyerstraß (IHS). Auch das Internationale Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA), das Umweltbundesamt, der Complexity Science Hub (CSH) Wien und die Österreichische Nationalbank sind mit Klimaexperten vertreten.
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Kampagne folgte Offenem Brief
"Die Zeichenbegrenzung von LinkedIn ist zwar eine Herausforderung, zugleich aber auch eine Einladung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mit der Reihe möchten wir alle Interessierten ansprechen - unabhängig davon, ob sie sich beruflich oder als Bürgerinnen und Bürger mit dem Klimagesetz auseinandersetzen möchten", so Stagl weiter. Die ersten, seit 31. August veröffentlichten Beiträge stießen "auf reges Interesse" und viele positive Rückmeldungen, freut sich die Forscherin.
Anlässlich der vor Kurzem vorgestellten Regierungspläne für ein Klimagesetz, u.a. mit der Verankerung einer Klimaneutralität bis 2040, veröffentlichten über 30 Forschende gemeinsam einen Offenen Brief "zur ökonomischen Ausgestaltung des österreichischen Klimaschutzgesetzes". Der Anstoß für die Online-Erklärkampagne sei die Erkenntnis gewesen, so Stagl, "dass unser Offener Brief außerhalb eines Fachpublikums kaum verstanden wurde und in der öffentlichen Debatte manche Missverständnisse aufgetreten sind". An der von ihr initiierten Informationskampagne beteiligen sich verschiedene Forschende aus den Bereichen Ökonomie, Naturwissenschaften, Recht und Datenwissenschaften. Zwischen 31. August und 7. Oktober werden in Summe 28 Beiträge angepeilt.