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F1-Boykott droht: Niemand will nach Katar und Abu Dhabi

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Am Wochenende fährt die MotoGP trotz großer Kritik in Katar. Auch die Formel 1 plant ein Rennen im Golfstaat. Jedoch drohen nun wichtige Partner mit Boykott, wenn das Rennen tatsächlich über die Bühne gehen wird.
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Die Formel 1 gastiert dieses Wochenende in São Paulo für den Großen Preis von Brasilien. Danach sollen laut dem Rennkalender drei weitere Rennen stattfinden: Las Vegas, Katar und Abu Dhabi. Die beiden letztgenannten stehen aufgrund des Iran-Kriegs seit Monaten auf der Kippe. Bisher haben die F1 und FIA keine endgültige Entscheidung getroffen, ob die beiden Rennen im Nahen Osten steigen werden. Die ersten Partner drohen deshalb nun mit einem Boykott.

Wie die "Bild" berichtet, planen mehrere TV-Sender, keine Teams nach Katar zu schicken. Dabei soll es sich genauer um Canal + (Frankreich), Servus TV (Österreich) und den spanischen Ableger von DAZN handeln. Ebenfalls denkt die Sky-Gruppe (England, Deutschland und Italien) über einen Boykott nach.

Lage wird genau beobachtet

Zusätzlich verzichten Mitarbeiter eines Sportartikelherstellers, der in der Formel 1 mehrere Teams ausstattet, auf eine Reise nach Katar. Gewöhnlich sind sie bei jedem Rennen vor Ort dabei. Auch die F1-Teams sorgen sich um die aktuelle Lage im Nahen Osten. Mehrere Mitarbeiter sollen bei ihren Chefs Bedenken angemeldet haben.

Die Formel 1 selbst wartet. Aktuell halten sie an den Rennen in Katar und Abu Dhabi fest. Jedoch haben die Verantwortlichen mit Imola (Italien) eine Alternative parat. Die endgültige Entscheidung muss bis zum 10. November getroffen werden. Hinter den Kulissen betonen die Teamchefs, dass die Situation genau beobachtet wird und mit allen relevanten Regierungen und Sicherheitsbehörden im Austausch steht.

Abu Dhabi kündigt Konzerte für Rennwochenende an

Wie immer spielt das Geld eine wichtige Rolle. Wenn die Formel 1 die letzten beiden Rennen absagt, dann müssen sie für die anfallenden Kosten aufkommen. Aber sagen die Veranstalter ab, bleiben sie auf den Kosten selbst sitzen. Die Organisatoren zeigen sich sehr zuversichtlich, dass die Rennen stattfinden werden. Sie bauen weiter Druck auf die Formel 1 auf und haben unter anderem immer wieder neue Musik-Acts für das Rennwochenende angekündigt. In Abu Dhabi sollen etwa Kings of Leon und Jennifer Lopez auftreten.

Mehrere Länder haben Reisewarnungen für die Golfstaaten ausgesprochen. Das österreichische Außenministerium stuft Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate als ein hohes Sicherheitsrisiko ein und rät von nicht unbedingt notwendigen Reisen ab.