Streit in Monza

Formel-1-Knall: Briatore erhebt schwere Vorwürfe

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Vor dem Formel-1-Rennen in Italien ist ein heftiger Streit zwischen Alpine und McLaren entbrannt. Teamchef Flavio Briatore wirft einem Fia-Richter nach einem brisanten Urteil Befangenheit vor.
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Italien. Da hat es vor dem Großen Preis von Italien in Monza am Sonntag richtig gekracht. Auslöser für den aktuellen Streit in der Formel 1 war eine Entscheidung eines Fia-Berufungsgerichts, das Pierre Gasly von Alpine drei Monate nach dem Monaco-Grand-Prix den dritten Platz aberkannte. Wegen eines Vergehens beim Tempolimit in der Boxengasse und mehrerer Fünf-Sekunden-Strafen wurde er auf Rang sieben zurückgestuft.

Briatore wütet über das Fia-Urteil

Dieses Urteil brachte Alpine-Teamchef Flavio Briatore (76) in Rage. In der offiziellen Fia-Pressekonferenz äußerte der Italiener heftige Kritik an den vier Richtern des Gremiums. "Das ist sehr unfair. Wir akzeptieren die Entscheidung, doch was sehr seltsam war, waren die vier Richter im Gremium", erklärte Briatore. Dabei griff er vor allem einen amerikanischen Richter namens Filippo Marchino an, der sich wie ein Staatsanwalt verhalten habe und eng mit dem Konkurrenten verbunden sei.

Verbindung zu McLaren scharf kritisiert

Laut Briatore gebe es ein Foto von Marchino bei einer Rede für McLaren im Jahr 2018 im MSO in Beverly Hills. Zudem habe die britische Marke zwei oder drei Autos an die "One Drop Foundation" des Richters gespendet. "Einer der Richter stand in Verbindung mit einem Team, das gegen uns vorgegangen ist", ärgerte sich der Alpine-Boss. Er betonte vehement, dass ein Richter völlig unabhängig sein müsse.

Stella weist die Vorwürfe zurück

McLaren-Team-Boss Andrea Stella reagierte sofort auf die Attacken und wies diese strikt von sich. "Wenn Sie über diese Art von Vorwürfen sprechen wollen, dann halte ich das für unangebracht. Ich begrüße die Entscheidung des Berufungsgerichts", so der 55-Jährige deutlich. Nach diesem Wortgefecht schwiegen die beiden Streithähne zumindest vor den offiziellen Mikrofonen. An der Aberkennung des Podestplatzes ändert der Streit ohnehin nichts mehr.

Spannung vor dem Rennen steigt

Abseits der verbalen Auseinandersetzungen verspricht das Rennen extrem spannend zu werden. Im Freitag-Training sicherten sich die Topteams Mercedes, Ferrari und McLaren die ersten sechs Plätze. Die Bestzeit fuhr George Russell im Mercedes, knapp vor Charles Leclerc im Ferrari und dem aktuellen WM-Leader Kimi Antonelli im zweiten Mercedes. Die Top drei lagen dabei innerhalb von nur eineinhalb Zehntelsekunden.