Wien. Zum 1. November 2026 steigen in der Metallindustrie die Ist-Gehälter und Ist-Löhne um 1,9 Prozent, während die KV-Mindestentgelte um 2,1 Prozent angehoben werden.
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1.000 Euro an Einmalzahlungen
Die Anpassung basiert auf dem im September 2025 geschlossenen und von den Sozialpartnern im September 2026 bestätigten Zweijahresabschluss. Eine neue Verhandlungsrunde gab es 2026 nicht. Grundlage war eine rollierende Inflation von 3,3 Prozent (September 2025 bis August 2026). Obwohl die Steigerung unter der Teuerungsrate liegt, war sie fester Teil des Vorjahresabschlusses, der zudem 1.000 Euro an Einmalzahlungen umfasste.
Laut dem Portal "finanz.at" gilt die Erhöhung für die sechs Fachverbände der Metallindustrie:
- Metalltechnische Industrie (über 130.000 Beschäftigte)
- Fahrzeugindustrie
- Nichteisen-Metallindustrie
- Gießereiindustrie
- Bergwerke und Stahlindustrie
Laut GPA greift diese zweite Stufe ab 1. November 2026 auch in der Gas- und Wärmeversorgung (+1,9 % Ist-Löhne/-Gehälter, +2,1 % Mindestgehälter).
Neuer Mindestlohn und Zulagen
- Mindestgehalt: Der niedrigste KV-Mindestlohn in der Metallbranche steigt ab November auf 2.622,74 Euro brutto.
- Lehrlinge & Spesen: Lehrlingseinkommen, Zulagen und Aufwandsentschädigungen steigen ebenfalls um 2,1 Prozent.
- Nacht- & Schichtarbeit: Die Zulage für die 3. Schicht und Nachtarbeit klettert laut Gewerkschaft PRO-GE spürbar um 7,01 Prozent auf 3,754 Euro pro Stunde.
Netto-Auswirkungen und Steuereffekte
Was netto ankommt, variiert je nach Gehaltshöhe: Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro bringt die 1,9-prozentige Ist-Erhöhung ein Brutto-Plus von 57 Euro, wovon etwa 33 Euro netto bleiben.
Bei 4.000 Euro Brutto bleibt netto kaum mehr übrig als bei 3.500 Euro, da der Grenzsteuersatz von 40 Prozent einen größeren Teil aufzehrt. Ab Jänner 2027 erhöhen angepasste Steuertarifstufen den Netto-Betrag wieder leicht.
Status in anderen Branchen
- Tourismus: Löhne wurden zum 1. Oktober 2026 um durchschnittlich 3,02 Prozent angehoben.
- Österreichische Post: Seit Mitte September gibt es 3 Prozent mehr Gehalt.
- Eisenbahnen: Der neue KV wird aktuell ausverhandelt und soll wie üblich ab 1. Dezember 2026 gelten.
- Handel & IT: Die Verhandlungen für den Handel (über 420.000 Beschäftigte) und die IT-Branche starten im Oktober.