80 Jahre Pilgerschaft

Glaube und Geschichte: NÖ Bauernbund mit Jubiläumswallfahrt

© NÖ Bauernbund/Anna Schuecker
Ein Versprechen, das seit acht Jahrzehnten Bestand hat: Am 19. und 20. September pilgern Niederösterreichs Bäuerinnen und Bauern bereits zum 80. Mal nach Mariazell.
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Unter dem Motto „Glauben leben – Hoffnung säen" wird heuer ein besonderes Jubiläum gefeiert – getragen von Zusammenhalt und Zuversicht.

Den Auftakt bildet am Samstag die traditionelle Fußwallfahrt der Landjugend Niederösterreich. Entlang von vier Routen pilgern rund 200 Jugendliche zur Gnadenstätte. Nach der Landjugendmesse in der Basilika folgt eine stimmungsvolle Lichterprozession durch den Wallfahrtsort.

Bischof und Landeshauptmann a. D. bei Festmesse

Höhepunkt ist die Heilige Messe am Sonntag in der Basilika, zelebriert von Diözesanbischof Alois Schwarz. Landeshauptmann a. D. Erwin Pröll hält die Wallfahreransprache. Für musikalische Umrahmung sorgt die Blasmusikkapelle Göllersdorf, während Bäuerinnen aus dem Bezirk Gänserndorf und die Landjugend St. Veit an der Gölsen zur Agape sowie zum Kinderprogramm laden.

Ein Gelöbnis aus dunkelster Zeit

Die Wurzeln der Wallfahrt reichen zurück in eine erschütternde Episode der österreichischen Geschichte: Leopold Figl und Josef Reither, beide Bauernbundpolitiker, wurden unmittelbar nach der Annexion Österreichs ins Konzentrationslager Dachau verschleppt. Dort gelobten sie, im Falle der Wiedererlangung von Freiheit und Selbstständigkeit, jedes Jahr eine Wallfahrt der niederösterreichischen Bauern nach Mariazell zu führen. 1947 lösten Bundeskanzler Figl und Landeshauptmann Reither ihr Versprechen erstmals ein – seither wird die Tradition Generation für Generation weitergetragen.

Alle Informationen zur Wallfahrt sowie Livestream der Wallfahrt für alle virtuellen Teilnehmer auf: www.noebauernbund.at/wallfahrt.