Leidensweg
Große Sorge um Hailey Bieber: Model enthüllt erschütternde Diagnose nach der Geburt
Im August 2024 wurden Hailey Bieber und ihr Ehemann Justin erstmals Eltern: Ihr Sohn Jack Blues machte das Familienglück perfekt. Doch hinter den Kulissen war die Zeit nach der Geburt offenbar alles andere als unbeschwert. In einem emotionalen Interview bricht die "Rhode"-Gründerin nun ihr Schweigen und spricht über eine tückische Krankheit, die ihr das Leben nach der Schwangerschaft extrem schwer machte: die prämenstruelle dysphorische Störung (kurz: PMDS).
Der Schock nach der Geburt
Gegenüber dem US-Magazin Women’s Wear Daily (WWD) gestand Hailey jetzt ihren heimlichen Kampf. "Nach der Geburt meines Sohnes hatte ich mit PMDS zu kämpfen, und es gibt einfach nicht viel Austausch oder Forschung darüber", offenbarte das Model.
Bereits zuvor deutete sie im Medizin-Podcast "SHE MD" an, wie schlimm die Symptome sein können. Für sie sei es nicht einfach nur das klassische, bekannte PMS (Prämenstruelles Syndrom) gewesen. Es sei psychisch derart extrem gewesen, dass sie dachte: „Warum fühlt es sich an, als würde mein ganzes Leben enden?“. Ein Zustand, der extrem unheimlich sei und ernst genommen werden müsse.
Was ist PMDS?
Während viele Frauen vor ihrer Periode unter Unterleibsschmerzen oder leichten Stimmungsschwankungen leiden, geht PMDS weit über diese Beschwerden hinaus. Es handelt sich um eine besonders schwere, hormonell bedingte Erkrankung, die unter anderem mit einem Serotoninmangel im Gehirn in Verbindung gebracht wird. Betroffene leiden vor allem unter besonders ausgeprägten psychischen Beschwerden. Dazu gehören schwere depressive Verstimmungen, Angstzustände, Panikattacken und extreme Reizbarkeit. Es ist eine Krankheit, die den Alltag der Frauen physisch und emotional komplett aus der Bahn werfen kann.
Warum Hailey jetzt spricht
Dass Hailey ihre Diagnose nun mit der ganzen Welt teilt, hat einen Grund. Sie ist frustriert über die Ignoranz gegenüber Frauenkrankheiten. "Als Frau bin ich frustriert über den Mangel an Forschung, das geringe Bewusstsein und den fehlenden gesellschaftlichen Diskurs über die Gesundheit von Frauen", stellte die 29-Jährige klar.
Indem sie das Tabu bricht, will sie nicht nur sich selbst helfen, sondern auch ein Vorbild sein. „Gespräche geben mir persönlich das Gefühl, weniger einsam zu sein. Wenn wir uns miteinander identifizieren können (...) und über die Dinge sprechen, mit denen wir zu kämpfen haben, dann fühlt sich diese eigene Reise ein bisschen weniger allein an“
Hailey Bieber setzt sich für die Frauengesundheit ein
Nicht nur ihre eigenen Erfahrungen haben Hailey Bieber für das Thema Frauengesundheit sensibilisiert. Auch in ihrem engsten Umfeld ist sie mit verschiedenen Erkrankungen konfrontiert: Ihre ältere Schwester leidet an PCOS (polyzystisches Ovarialsyndrom), Freundinnen kämpfen mit Endometriose. Nun möchte die Unternehmerin etwas bewegen und greift dafür tief in die Tasche: Über ihre Beauty-Marke Rhode spendet sie in den kommenden drei Jahren insgesamt fünf Millionen US-Dollar an Organisationen und Stiftungen, die sich für die Förderung und Erforschung der Frauengesundheit einsetzen.