Wahlsieg
Grüne auf Platz 1 in Hannover
Hannover bleibt grün an der Spitze, muss aber noch einmal wählen. Amtsinhaber Belit Onay (Grüne) kam bei der Oberbürgermeisterwahl auf 45,6 Prozent und verpasste die absolute Mehrheit. In zwei Wochen, am 27. September, tritt er gegen seinen Stellvertreter Axel von der Ohe (SPD) an, der 21,5 Prozent holte. Dann reicht die einfache Mehrheit; bei Gleichstand entscheidet das Los. Das Amt gilt für acht Jahre. Hannover ist mit mehr als einer halben Million Einwohnern die größte Stadt Niedersachsens.
Onay führt die Stadt seit 2019, als erster Grüner im Rathaus. Am Abend sagte er: Alle hätten hart gearbeitet - und es habe geklappt. Der Vorsprung ist klar, der Auftrag nicht vollständig. Von der Ohe ist Erster Stadtrat und Kämmerer, er fordert den eigenen Chef heraus. 2023 war die rot-grüne Rathauskoalition zerbrochen. Jetzt entscheidet die Stichwahl, wer die Verwaltung leitet und die Landeshauptstadt nach außen vertritt.
AfD kommt bei Ratswahl auf 12,5 Prozent
CDU-Kandidat Peter Karst, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, landete bei 14,1 Prozent. Er räumte früh ein, die Wahl sei gelaufen, übernahm die Verantwortung und sagte, die CDU habe die Leute nicht abgeholt. AfD-Bewerberin Jessica Schülke kam auf 10,8 Prozent. Die Linke Maren Kaminski erreichte 4,7 Prozent, alle weiteren Kandidaten blieben darunter.
Im Rat liegt nach den ersten bekannten Zwischenständen die Grünen-Liste vor der SPD – rund 27 zu 23 Prozent, die CDU bei etwa 15, die AfD bei gut 12,5 Prozent. Das Bild passt zur Stadt, weniger zum Land: Landesweit war die CDU vor der SPD stärkste Kraft, die AfD legte kräftig zu, die Grünen verloren. In der Region Hannover gehen SPD-Kandidatin Eva Bender und CDU-Bewerber Oliver Junk ebenfalls in die Stichwahl um das Amt des Regionspräsidenten.